Glossar

Glossar – Erklärung wichtiger medizinischer Begriffe

Für viele Patienten ist es schwierig, medizinische Fachausdrücke richtig zu deuten, um den ihren Befund richtig verstehen zu können. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Fachbegriffe verständlich erläutert. In der Regel finden Sie auch im Text der Unterseiten schon eine kurze Übersetzung zu den Begriffen. Über die Suchfunktion auf der rechten Seite können sie den Fachbegriff in anderen Textstellen auf der Homepage suchen.

Absatzerhöhung Dient zum Ausgleich eines Beckenschiefstandes. Dieser entsteht vor allem durch Fehlstellungen der Beckenschaufeln. Durch die Absatzerhöhung wird im Idealfall erreicht, dass die Beckenschaufeln auf einer Höhe stehen und das Kreuzbein eine waagerechte Position einnimmt. Allerdings bleibt das Kreuzbein weiterhin verdreht. Die Fehlstellung der Hüft-, Bein-, Knie- und Fußgelenke wird mit der Abatzerhöhung allerdings nicht korrigiert.
Adjuster mechanisches Gerät zum Adjkustieren mittels eines sanften Impules, der das Nervensystem zu Veränderungen anregt. Über den Adjuster werden Wirbel nicht aktiv an ihren angestammten Platz zurückgestellt. Dies erledigt das Nervensystem über eine Veränderung der Muskelspannung
adjustieren, Adjustierung
korrigieren, regulieren, einstellen
Ätiologie Beschäftigt sich mit der Ursache von Krankheiten
afferent hinführend (oft auf Nervenbahnen bezogen)
Aktivator mechanisches Gerät, welches über einen zarten Impuls, der an der Wirbelsäule gesetzt wird, den Körper dazu motiviert, die Statik neu aufzubauen. Der Impuls ist nicht so stark, dass er aktiv den Wirbel auf seine richtige Position zurückstellt. Daher ist diese Methode ( = CIT) erstens praktisch gefahrlos und zweitens sehr gut für Säuglinge und (Klein)Kinder und auch für Patienten mit Osteoporose geeignet
Allopathie Vom Erfinder der Homöopathie, Samuel Hahnemann, geschaffener Begriff zur Beziechnung der nicht-homöopathischen Behandlungs-methode. Allopathie setzt sich aus den griechischen Worten „allos“ = anders und „pathos“ = Leid zusammen.
Aminosäure Kleinster Baustein der Eiweiße
Anamnese Erhebung der Krankheitsgeschichte
Angina pectoris Aufgrund Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen kann der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Die Leistungsfähikeit nicht nur des Herzens nimmt ab. Bei zu starker Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen kann es zum Herzinfarkt kommen
Anus Austrittsöffnung des Darms = After
Aorta Hauptschlagader
Aortenbogen Teil der Hauptschlagader in unmittelbarer Nähe des Herzens
Apoplex Schlaganfall; kann entstehen wenn durch eine risikoreiche Korrekturtechnik (z.B. Chirotherapie nach Bischoff) aufgrund hoher Krafteinwirkung und extremer Kopfrotation blutversorgende Gefäße zum Gehirn geschädigt werden
Arteria vertebarlis Arterie, welche innerhalb der Querfortsätze der Halswirbel verläuft und sauerstoffreiches Blut ins Gehirn transportiert. Besonders in der Chirotherapie besteht die Gefahr, dass die A.v. verletzt werden kann
Arthritis Genksentzündung, akut oder chronisch. Oft durch orthopädische Fehlstellungen ausgelöst, in vielen Fällen unter Beteiligung eines gestörten Säure-Basen-Gleichgewichts
Arthrose degenerative Veränderungen im Gelenk sind Kennzeichen einer Arthrose, oft mit starkem Verlust der Knorpelschicht.
Athma bronchiale Erkrankung der Atemwege, bei der durch Verkampfungen innerhalb der Lunge Atemnot entsteht.
Atlas Der erste Halswirbel, der meiner Meinung nach bei Fehlstellungen Auslöser vieler (chronischer) Beschwerden sein kann. Die häufigsten Gründe dafür sind Unfälle, Geburt, sportliche Aktivitäten und auch kleine Ereignisse, die zwar etwas Kopfschmerzen verursachen, denen aber weiter keine große Bedeutung zugemessen wird
Autointoxikation Selbstvergiftung
Autonomes Nervensystem Der Teil des Nervensystems, der praktisch nicht durch den Willen beeinflussbar ist. Funktionen wie Herzschlag, Atmung usw. werden ganz automatisch geregelt
Azetylcholin Botenstoff, welcher vornehmlich beruhigende Eigenschaften besitzt
Axis Der zweite Halswirbel. Zwischen erstem und zweiten Halswirbel ist im Gegensatz zu anderen Wirbelvebindungen keine Bandscheibe vorhanden. Die beiden Wirbel sind oft gegenläufig zueinander fehlgestellt, was die Stärke und auch den Reichtum an Symptomen bei Subluxationen erklärt
Beckenverwringung Fehlstellung der Beckenschaufeln, wobei die Ilia nicht nur vorne/hinten gekippt, sondern auch seitlich gekippt und verdreht sein können
Bewegungssegment Setzt sich aus 3 übereinander liegenden Wirbelkörpern zusammen. Hinzuzurechnen sind Gelenke, Nervengewebe- und Nervenstränge, Blut- und Lympfgefäße, Bänder und natürlich die Muskeln
Biochemie Beschreibung der im lebenden Organismus ablaufenden (chemischen) Stoffwechselprozesse
Bioresonanz Heilverfahren, welches über Schwingungen im feinstofflichen Bereich den Organismus heilen hilft. Hier werden gerne körpereigene Schwingungen abgenommen, durch das Behandlungsgerät moduliert und über Elektroden „zurückgeschwungen“. Siehe auch Radionik
Blockade Die gelenkige Verbindung ist in ihrer Funktion blockiert. Oft mit Beeinträchtigungen des Nervensystems. Stark verkrampfte Haltestrukturen können ebenfalls eine Blockade auslösen
Brustwirbelsäule Besteht aus 12 Wirbeln mit jeweils einer dazwischen liegenden Bandscheibe als Pufferkissen
BWS Brustwirbelsäule
cerebral das Gehirn betreffend
cervical die Halswirbelsäule betreffend
Check Überprüfung (engl.)
Chiropraktik mit den Händen ausgeübtes Heilverfahren – so die Übersetzung. Es gibt verschiedene Techniken in der Chiropraktik. Eine vor allem für Kinder und Säuglinge interessante Korrekturtechnik ist die CIT. Die Chiropraktik verhilft dem Körper dazu, über die Regulation seiner Selbstheilungskräfte Beschwerden zu überwinden. Siehe auch Aktivator und CIT
Chiropraktiker Bezeichnet einen Heilpraktiker, der als Chiropaktiker tätig ist.
CIT Chiro-Instrument-Technik. Hier werden über ein Behandlungsgerät an der Wirbelsäule Impulse gesetzt. Diese werden vom Nervensystem aufgenommen, und so beginnt der Organismus sein orthopädisches System neu zu ordnen. Anfangs sind kürzere Behandlungsabstände vonnöten. Siehe auch Aktivator
CMD craniomandibuläre Dysfunktion = eine Störung im Kiefergelenk. Das Kiefergelenk besitzt sehr viele Rezeptoren und kann bei Fehlstellungen (schlechter Biss) Störungssignale in die HWS und sogar bis ins Becken aussenden. Bei dem Personenkreis, der auf Korrekturen relativ schlecht anspricht ist in hohem Maße das Kiefergelenk gestört. Nach entsprechender Korrektur (z.B. Schiene) zeigt sich sehr oft ein besseres Ansprechverhalten der gesetzten Korrekturen.
Colitis Entzündung des Darms
Cortex Gehirnrinde
Cortison Produkt der Nebennierenrinde; besitzt u.a. eine antientzündliche Wirkung
Cox-Arthrose degenerative Erkrankung des Hüftgelenks
CT Computertomogramm. Bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Körperstrukturen
D. Palmer Begründer der Chiropraktik, Amerikaner
D.C. Doctor of chiropractic. In den USA ist dies der Titel nach einem abgeschlossenem Studium der Chiropraktik.
Diskus Bandscheibe
Degenerativ krankheitsbedingte Veränderungen mit formalen, strukturellen u. funktionellen Abweichungen von der Norm
Dopamin Botenstoff, wecher bei ADS / ADHS eine große Rolle spielen soll.
dopaminerg den Botenstoff Dopamin betreffend
dorsal den Rücken betreffend
Dysgnosie Unfähigkeit Gelerntes wiederzugeben
Dyspraxie Bezeichnet eine Koordinations- und Entwicklungsstörung
efferent wegführend (oft auf Nervenbahnen bezogen)
Ekzem Hautausschlag
Erstanamnese Erhebung der Krankengeschichte
Essentiell muss vom Organimus aufgenommen werden
Exkretion Ausscheidung
Facettengelenk kleines Wirbelgelenk, von denen es normalerweise 4 pro Wirbel gibt. Einerseits stabilisieren sie die Wirbelkörper in ihrer Position zueinander, andererseits sind ermöglichen sie auch die Beweglichkeit.
Foramen Raum zwischen zwei Wirbeln. Austrittsbereich des Nervs
Frontal die Vorderseite betreffend
FSST Full Spine Specific Technique. Technik, bei der Wirbelkörper aktiv repositioniert werden. Die CIT beruht auf einem anderen Wirkprinzip
Full-Spine-Specific-Technique siehe FSST
Furunkel Haarbalgentzündung
Ganglion „Nervenschaltstelle“, eine Ansammlung von Nervenzellen
Gastritis Entzündung der Magenschleimhaut
Glukose Medizinischer Begriff für Zucker
Hämoglobin roter Blutfarbstoff, der an einen Eiweißrest gebunden ist.
Healthtalk wörtlich übersetzt: Gesundheitsgespräch
Herzinfarkt Aufgrund einer zu ausgeprägten Unterversorgung der Zellen des Herzmuskels kommt es zum Tod von Zellen des Herzmuskels. Die wenigsten Menschen überleben den dritten Herzinfarkt
Homöopathische Potenzen C-Potenzen werden im Verhältnis 1:100, D-Potenzen im Verhältnis 1:10 und LM/Q-Potenzen im Verhältnis 1:50.000 immer wieder verdünnt
HWS Halswirbelsäule
Hyper drückt immer ein Zuviel aus, meist als Vorsilbe gebraucht. Eine Hypermobilität ist eine übergroße Beweglichkeit
Hypo Drückt immer ein Zuwenig aus. Eine Hypotonie ist ein zu geringer Blutdruck
Immobilität nicht mehr fähig zur Bewegung
Indikan Farbstoff; im Urin nachweisbar. Entsteht aufgrund von Fäulnisprozessen im Darm und deutet darauf hin, dass die Darmkeimzusammensetzung nicht mehr ganz in Ordnung ist
Innervation Versorgung von Organen, Gelenken, Geweben, Muskeln usw. mit Nervengewebe
Instabil Haltestrukturen können ihre angedachte Funktion nicht mehr erfüllen, weswegen Wirbel und Gelenke schneller aus ihrer richtigen Lage gleiten
justieren siehe adjustieren
Insulin Hormon der Bauchspeicheldrüse zur Regulierung des Glukosegehalts im Blut
Katarrh Schleimhautentzündung; oft der Atemwege
KIDD-Syndrom Kopfgelenks Induzierte Dysgnosie und Dyspraxie. Symptomenbild geistiger und motorischer Einschränkungen aufgrund einer Fehlstellung der Kopfgelenke
Kinesiologie Muskeltestverfahren, von Goodheart gegründet. Es gibt verschiedene Formen der Kinesiologie. Allen gemein ist, dass Stressfaktoren jeglicher Art eine Auswirkung auf den Tonus der Muskulatur besitzen und in bestimmten Muskeln eine „Verkürzung“ hervorrufen, die als Ja- / Nein- oder als Gut- / Schlecht-Reaktion interpretiert wird.
KISS-Syndrom Kopfgelenks Induzierte Symmetrie Störung. Beschreibt ein von der Schulmedizin nicht anerkanntes Symptomenbild, welches dadurch entsteht, dass die knöchernen Verbindungen zwischen Schädel und erstem Halswirbel sowie 1. und 2. Halswirbel aus dem Lot geraten sind
Konstitutionsmittel Begriff aus der Homöopathie. Ein Konstitutionsmittel deckt die individuellen Maerkmale des Patienten und der Krankheit möglichst gut ab
Kopfgelenke Die knöchernen Verbindungen zwischen Schädel und Atlas bilden das erste Kopfgelenk, die zwischen Atlas und Axis bilden das zweite Kopfgelenk. Hier gibt es keine Bandscheiben.
KPU siehe Kryptopyrrolurie
Krepitation Das berühmte Knacken bei einer chiropraktischen Korrektur, das entsteht, weil der Flüssigkeitsfilm, der zur Stabilisierung der gelenkigen Verbindung beiträgt, in Form einer Gasblase platzt.
Krupp Husten mit Erstickungsnot
Kryptopyrrolurie Stoffwechselanomalie, welche zu einem Defizit an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen führen kann. Der Mangelzustand an bestimmten Mikronährstoffen kann Auslöser vieler chronischer Beschwerden sein
Kyphose Krümmung der Wirbelsäule nach hinten
lateral seitlich
Legasthenie Schwäche beim Lesen und Schreiben
Leukozyten Weiße Blutkörperchen. Sie sind Teil des Immunsystems
Ligamentum Band (lat.). Bei falschen Chiropraktiktechniken kann es zu Überdehnungen des Bandapparates mit Stabilitätsverlust der Gelenke kommen (ältere deutsche Chiropraktiktechniken, die heute noch gerne angewandt werden), in der modernen amerikanischen Chiropraktik ist die Gefahr nicht gegeben.
Lordose Krümmung der Wirbelsäule bauchwärts
Lumbal die Lendenwirbelsäule betreffend
LWS Lendenwirbelsäule
Manipulation Handgriff, Kunstgriff (lat.)
Medianus-Test Test auf korrekten Durchfluss der Halsarterien zum Zwecke der ausreichenden Blutversorgung des Gehirns.
Mastoid Bezeichnung des spitz zulaufenden Knochens hinter dem unteren, inneren Ende des Ohrläppchens.
Miasma übersetzt: Besudelung. Bezeichnet nach Samuel Hahnemann, dem Erfinder der Homöopathie, das Phänomen, dass bestimmte Krankheitstendenzen vererbt werden können
Mikronährstoffe Umfasst die Betriebs- und Hilfsstoffe, die unser Körper braucht. Dazu gehören, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren u.a.m.
Mobilisation ‚Beweglich machen‘, geht meist ohne Knacken vor sich. Hilft bei stark verkrusteten Strukturen, weil so die Korrektur leichter durchgeführt werden kann
Morbus Scheuermann Rundrückenbildung im Bereich der BWS. Gar nicht so selten verbreitet. Über regelmäßige Eigenkorrekturen kann viel erreicht werden.
Morbus Bechterew Degenerative Erkrankung der Wirbelsäule. Im Lauf der Jahre leiden die betroffenen Menschen immer mehr unter der Versteifung der Wirbelsäule und müssen bei Kopfdrehungen den ganzen Oberkörper mit bewegen. Natürlich ist auch das Bücken erschwert.
Morphologisch die Gestalt betreffend. Die Morphologie ist die Lehre von der Form und Struktur der Organismen
MRT Magnet-Resonanz-Tomographie. Bildgebendes Verfahren vornehmlich zur Darstellung weicher ( z.B. muskulärer) Strukturen
MS Multiple Sklerose. Krankheit, die gekennzeichnet ist von einem Verlust der Funktion des Nervengewebes und entzündlichen Tendenzen im Bereich des Gehirns und Rückenmarks
Myogelose Verhärtungen der Muskeln. Sie bauen sich innerhalb von Tagen wieder auf, wenn sie herausmassiert wurden. Der Grund ist ganz einfach: Die orthopädischen Fehlstellungen wurden nicht mit korrigiert. Daher bleibt die Überforderung des Muskels erhalten. Blockadenlösungen können auf Myogelosen äußerst positive Einflüsse besitzen
Nerv Kommunikationsbahnen des autonomen und peripheren Nervensystems. Vom Gehirn kommend entspringen sie an der Wirbelsäule und werden hier als Spinalnerven bezeichnet.
Nervensystem Es gibt im Bereich des Nervensystems mehrere Untergliederungen: Das zentrale N., das periphere N., das autonome N. und das somatische N., wobei die medizinisch getroffenen Abgrenzung nicht immer ganz sinnvoll sind. Wichtig ist zu wissen, dass über die verschiedenen Nervensysteme die Reize der Umwelt verarbeitet, Grundfunktionen des Körpers automatisch gesteuert und Aktionen willentlich durchgeführt werden. Die hierfür benötigten Komminikationswege besitzen im menschlichen Körper eine Gesamtlänge von über mehreren hunderttausend Kilometern(!). So wird verständlich, dass selbst kleine Blockaden enorme Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben können, da sie in ganzen Körperarealen den Informationfluss und die Regulation stören können
Neuralgie Nervenschmerz, oft in ein ganzes Gebiet ausstrahlen. Am bekanntesten dürft die Trigeminusneuralgie sein. Die Schmerzen des dreiastigen Gesichtsnervs haben Menschen schon in den Selbstmord getrieben.
Neuritis Nervenentzündung.
Neurotransmitter Medizinische Bezeichung für Botenstoffe. Botenstoffe regeln neben der psychischen Verfassung auch körperliche Funktionen
Noradrenalin Botenstoff, welcher eine ausgeprägt positive Wirkung auf die Psyche besitzt
Nosoden In der Homöopathie Bezeichnung für Arzneimittel, welche aus Absonderungen eines Krankheitsprozesses gewonnen werden.
Nucleus pulposus Kern innerhalb der Bandscheibe
Occiput Hinterhauptsknochen. Der unterste Knochen am hinteren Schädel.
Oedem allgemeiner Begriff für eine Schwellung im Gewebe. Mögliche Faktoren können neben orthopädischen Faktoren z.B. Mikronährstoffdefizite sein. Wassereinlagerungen sind oft ein deutliches Indiz dafür
Orthograd in normal physiologischer Stellung
Osteochondrose Störung der chondralen Ossifikation, also der Umwandlung von Knorpel zu Knochen als Teil des normalen Wachstumsprozesses
Osteopathie Heilverfahren, welches am Knochen (=osteon, griech.) durchgeführt wird. Die Osteopathie will auf sanftem Wege Verspannungen und Blockaden und die Selbstregulationskräfte im Organismus aktivieren. Ideal als Ergänzung zur Chiropraktik, alleine oft nicht ganz so wirksam wie gewünscht.
Osteophyt degenerative, strukturelle Veränderungen in Form von knöchernen Ausläufern am Rand des Knochens
Osteoporose Knochenerweichung, Knochenschwund
Palpation Fachbegriff für Abtasten oder Erspüren
Parasympathikus auch Vagus genannt. Teil des autonomen Nervensystems, der für Entspannung und Ruhe sorgt und die Verdauungsvorgänge forciert
Parästhesie Fachbegriff für eine gestörte Wahrnehmung bzw. Sensibilitätsstörung. Eine Parästhesie kann gestörte nervale Strukturen aufgrund von Wirbelblockaden als Hintergrund aufweisen
Parietale Osteopathie Befasst sich mit Muskeln, Gelenken, knochen und Faszien des Körpers
Peripheres Nervensystem Umfasst die nervalen Strukturen außerhaöb von Gehirn und Rückenmark
Pfeiffersches Drüsenfieber Durch das Epstein Barr-Virus hervorgerufen. Es erzeugt grippeähnliche Symptome
Physiologie Lehre von physikalischen und biochemischen Funktionen eines Organismus
Phytotherapie Behandlung mit Pflanzen und Pflanzenextrakten
Plazenta Mutterkuchen, der für die Ernährung des werdenen Kindes existenziell ist
Polyp geschwulstartige Ausbildung
Processus spinosus Der Dornfortsatz in der Mitte eines Wirbels. Der Teil des Knochen, der genau mittig am Rücken erkennbar ist
Processus transversus Der Querfortsatz. Der seitliche Fortsatz des Wirbels, an dem auch viele Muskeln ansetzen
Prolaps Vorfall der Bandscheibe zur Seite oder mittig. Der seitliche Vorfall kann recht schnell dauerhaft auf einen Nerv drücken und so Schmerzen verursachen. Der mittige Bandscheibenvorfall in der LWS ist meist weniger tragisch, das in der LWS kein Rückenmark vorhanden ist und der Prolaps den Nerv einfach etwas zur Seite schieben kann. Die Schmerzen beruhen in diesem Fall auf anderen Hintergründen. Oft zeigt sich nach Lösung der ursächlichen orthopädischen Probleme eine Lösung des Schmerzes, obwohl der Prolaps noch vorhanden ist – eine für viele Betroffene wichtige Information, denn in vielen Fällen kann auf eine Operation verzichtet werden
Prophylaxe Vorbeugung, um gewisse gesundheitliche Problematiken möglichst gar nicht aufkommen zu lassen.
Proteine Eiweiße, wie sie in Lebensmitteln enthalten sind.
Pseudoradikulär Schmerz, der den Eindruck erweckt, als komme er von der Nervenwurzel, also von der Stelle, wo der Spinalnerv an der Wirbelsäule austritt
Pyrrolurie siehe Kryptopyrrolurie
Pyrroluriker Mensch mit der Stoffwechselanomalie Kryptopyrolurie
Radikulär Stelle, wo die Wurzel eines Nervs an der Wirbelsäule austritt
Radikulitis Entzündung der Stelle, wo die Wurzel eines Nervs an der Wirbelsäule austritt
Recheck Überprüfung, ob die chiropraktische Korrektur richtig durchgeführt wurde
Rehabilitation Bestreben, Funktionszustand des Kranken wiederherzustellen
Rektum Mastdarm, ein Teil des letzten Darmabschnitts
retikulär netzförmig
Rezidiv Rückfall (z.B. in ein altes Beschwerdebild)
Radionik / radionisch Nach Edward Russell sool der menschliche Organismus auf Radiowellen als Träger aufmodulierter Heilwellen reagieren
Röntgen Verfahren zur Darstellung von Körper- und Knochenstrukturen. Röntgenstrahlen können gefährliche sein
Rückenmark Teil des zentralen Nervensystems, ist wie das Gehirn von schützenden Häuten umgeben. Über das Rückenmark kommuniziert das Gehirn mit allen Organen und Zellen.Die Nerven treten an der Wirbelsäule aus. Forschungen haben ergeben, dass schon ein Druck von 20g (!!!) auf den Nerv seine Leitfähigkeit bis zu 50% reduzieren kann. Angesichts dieser Zahlen wird verständlich, warum es wichtig ist, möglichst blockadefrei zu sein!
Sacrum Das Kreuzbein, welches das Fundament der Wirbelsäule darstellt
Schizophrenie Psychische Erkrankung; u.a. mit Bewusstseinsspaltung
Serotonin Botenstoff, der wichtig ist für eine ausgeglichene Psyche und einen gut funktionierenden Geist
Schlaganfall siehe Apoplex
Sequester Die verrutschte Bandscheibe drückt auf Nervenstränge im Rückenmarkskanal. Dies ist besonders tragisch in den oberen Bereichen der Wirbelsäule. Ab LW 1 hat das Verrutschen der Bandscheibe in Richtung Bauchraum normalerweise weniger heftige Konsequenzen, erst wenn hier der Vorfall so stark ist, dass der Diskus einen Nerv an die Wirbelsäule drückt, treten heftigste Beschwerden auf
Skoliose Meist S-förmige Verkrümmung der Wirbelsäule. Als Hauptauslöser kommt eine Fehlstellung des Beckens in Frage. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren
Skorbut Krankheit aufgrund eines chronischen Mangels an Vitamin C
Somatisch den Körper betreffend
Somatisches Nervensystem Zuständig für die Steuerung der Skelettmuskulatur
Spastik Muskelkrampf
Spinalnerv Nerv, der dem Rückenmark entspringt; gehört zum peripheren Nervensystem
Spondyl die Wirbelgelenke betreffend
Spondylolisthesis Die Lendenwirbelsäule gleitet auf dem Kreuzbein bauchwärts. Werden dabei Nervenstränge in der LWS abgedrückt, treten extreme Schmerzen bis hin zur Immobilität auf
Spondylophyt Knochenneubildung an der Wirbelsäule
Spondylose Verschleiß der kleinen Facettengelenke am Wirbelbogen
Statik Physikalischer Begriff, der sich mit dem Gleichgewicht von Kräften an Körpern befasst. Im Bauwesen betrifft es auch die Tragfähigkeit. Die Körperstatik sollte eine möglichst optimale Stellung der Gelenke zuwinander aufweisen, denn kleine Fehlstellungen können zu Belastungen des Gelenks nach sich ziehen
Status quo der momentane Istzustand
Steilstellung Beschreibt ein zu steiles Übereinanderstehen mehrerer Wirbel. Findet sich oft in der HWS und LWS
Steran Organische Kohlenwasserstoffmoleküle siehe: Sterane in wikipedia
Subakut sub = unter (lat.), also etwas weniger als wirklich akut
Subluxation Der Begriff beschreibt in der Chiropraktik die gestörte Lagebeziehung zweier oder mehrerer Wirbel zueinander. oft reichen geringgradige Verschiebungen, um nervale Strukturen (und damit ihr uneingeschränkte Funktion) zu stören (siehe Kapitel ‚Wirbelsäule‘)
Subluxationskomplex mehrere zusammengehörige Subluxationen
Suboccipital unterhalb des Occiputs, des Hinterhauptsknochens
Sympathikus Teil des autonomen Nervensystem, der den Organismus auf Leistung trimmt. U.a. erfolgt dies durch eine Steigerung des Blutdrucks
Synaptischer Spalt Der unvorstellbare kleine Raum zwischen zwei Nervenzellen. Hier lösen die Botenstoffe ihre Effekte aus
Syndrom das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Symptome (= Krankheitszeichen) deren ätiologischer (= ursächlicher) Zusammenhang und Pathogenese (= Entstehung und Entwicklung) mehr oder weniger bekannt sind oder vermutet werden
TH+Zahl von thorakal = die Brustwirbelsäule betreffend. Die Zahl hinter TH bezeichnet den betreffenden Brustwirbel
TTPT Thompson Terminal Point Technik (etwa Klemmpunkt in der wörtlichen Übersetzung), ein chiropraktisches Verfahren mit einem kinetischen Impuls
Thorakal die Brustwirbelsäule betreffend
Thorax Der Brustkorb. Gebildet von der Brustwirbelsäule, Brustbein und Rippen. Die umgebende Muskulatur dient sowohl der Stabilisierung wie auch der Bewegung (z.B. beim Ein- und Ausatmen)
Tinnitus Ohrgeräusche verschiedenster Art. Oft sind Blockaden der HWS ursächlich
TMG auch TMJ Temeporo-Mandibular-Gelenk (Joint = Gelenk). Das os temporalis ist ein Schädelknochen, das os mandibulum ist der Kiefer. Fehlstellungen im TMG werden allgemein in ihrer Bedeutung unterschätzt
Torticollis Der Schiefhals, bei dem es aufgrund einer Muskelspatik zu unkontrollierten Bewegungen des Kopfes kommen kann
toxisch giftig
Trigger knötchenförmiger Verkrampfungspunkt innerhalb eines Muskels. Bei Berührung oft sehr schmerzhaft. Verkrampfte Muskeln besitzen die Tendenz, orthopädische Strukturen aus ihrer richtigen Position in eine Subluxation zu zwingen.
(L-)Tryptophan Eine Aminosäure, die in den Botenstoff Serotonin umgewandelt wird.
Tyrosin Eine Aminosäure, die u.a. zur Herstellung von Botenstoffen dient
Vagus siehe Parasympathikus
Vegetatives Nervensystem die Steuerung der Funktionen des vegetativen Nervensystems ist dem Willen fast vollständig entzogen.
Vertebra Der Wirbel (lat.) mit seinen verschiedenen Elementen: Dornfortsatz, Querfortsätze, Wirbelbogen, Wirbelkörper, Gelenkfortsätze. Im Wirbel ist von oben betrachtet ein kleines Loch. Die Löcher der übereinander stehenden Wirbel bilden das Neurahlrohr, in dem sich das Rückenmark befindet und von der knöchernen Struktur der Wirbel geschützt wird
Vertebro-cardiales Syndrom cardio = das Herz betreffend, vertebra = der Wirbel. Also Herzprobleme, die durch Wirbelblockaden ausgelöst werden. Aufgrund der segmentalen Gliederung des Körpers ist vor allem der Bereich um TH2 als verursachende Region ins Kalkül zu ziehen
Vertebro-pulmonales Syndrom Pulmonal = die Lunge betreffend, vertebra = der Wirbel. Also Probleme der Lunge, welche über Wirbelsäulenfehlstellungen ausgelöst werden. Betrifft vor allem die Region um TH3.
Vertigo Schwindel
Vesikel Übersetzt: Bläschen. Dient auch als Speicherort für Botenstoffe.
Viszeral die Eingeweide betreffend
Viszerale Osteopathie Befasst sich mitder Behandlung innerer Organe
Wirbelbogengelenk Kleine Gelenke der Wirbel, die einerseits stabilisieren, aber andererseits auch Bewegung ermöglichen.
Wirbelsubluxation Die korrekte Lagebeziehung zweier Wirbel ist gestört. Mögliche Effekte auf Muskulatur, Gefäße und Nerven sind möglich.
Zentrales Nervensystem Umfasst die nervalen Strukturen in Gehirn und Rückenmark

 

Die Ärzte fangen gewöhnlich dann an Latein zu reden,
wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind.
(Aus den ‚Fliegenden Blättern‘, humoristisch-satirische Zeitschrift,
die von 1844 – 1944 in München erschien)

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