Diätproblem

Diätproblem und Fitnesswahn – viele Konzepte und Methoden zum Abnehmen. Fast alle besitzen einen Pferdefuß. Es gibt Pro und Contra für fast alle Ansätze. Am wichtigsten sind ein gut geregelter Säure-Basen-Haushalt und eine vernünftige Ernährung!

Diätproblem

In den letzten Jahren ist die Fitness- und Schlankheitswelle über Deutschland hereingebrochen. Ein großer Teil der Deutschen beistzt ein Diätproblem. Es ist nicht nur „trendy“ sondern sicherlich gesünder schlank zu sein, weil ein dünner Mensch im Normalfall weniger Stoffwechselprobleme aufweist als ein dicker. Viele Personen definieren ihr Selbstwertgefühl hauptsächlich über ihre Figur, wollen daher dem neuen Schönheitsideal entsprechen und erliegen den Versprechungen vieler Crash-Diäten. Frustriert müssen viele Diätwillige allerdings feststellen, dass sich die Prophezeiungen der meisten Diäten (5kg in 3 Tagen usw…) nicht einstellten oder nur vorübergehender Natur waren, obwohl zum Teil irrsinnig viel Geld für „Nahrungsergänzungsmittel“ und spezielle „Diätpillen“ ausgegeben wurde.

SportNach Möglichkeit sollte Sport Teil einer diätetischen Lebensweise sein. Mehr Muskelmasse bedeutet einen höheren Grundumsatz.

Sport
Nach Möglichkeit sollte Sport Teil einer diätetischen Lebensweise sein. Mehr Muskelmasse bedeutet einen höheren Grundumsatz.

Viele Deutsche mühen sich daher in einem endlosen Kampf in Fitnessstudios ab, die überflüssigen Pfunde wieder los zu werden. Meist ist der Erfolg der Crashdiäten und kurzeitiger sportlicher Aktivitäten sehr bescheiden und das Gewicht ist am Ende wegen des Jo-Jo- oder Rebound-Effektes noch höher als vor Diät-Beginn. Schließlich werden die diätetischen und sportlichen Bemühungen entnervt eingestellt, und, um den eigenen Frust nicht allzu sehr zu offenbaren, vertritt man die Meinung, dass man sich mit starkem Übergewicht / Fettsucht sexy, sinnlich und erotisch findet. Doch ist diese Ansicht in den meisten Fällen Selbstbetrug.

Die Lebensqualität ist wegen der Körperfülle längst deutlich gesunken und, ob der Partner das neue „körperliche Format“ genauso attraktiv findet, ist die Frage. Ich hatte in den vergangenen Jahren viele (stark) übergewichtige Patienten, doch fühlte sich kein(e) einzige(r) Patient(in) in seiner Haut richtig wohl und hätte gerne nicht mehr als das Normalgewicht auf die Waage gebracht. Vielleicht scheiterten alle Bemühungen, das Gewicht zu reduzieren, nur am Verständnis für eine richtig gute Ernährung und dem fehlenden Wissen um Stoffwechselprozesse im Organismus.Vielleicht blendeten auch irrwitzige Versprechungen der Fitness- und Diätindustrie, und vielleicht fehlte bisher die Bereitschaft, aktiv nach den Ursachen der Gewichtsprobleme zu forschen und aufgrund der Erkenntnisse das Abnehmen mit einem neuen Konzept anzugehen.

Wenn man Stoffwechselzusammenhänge richtig verstanden hat, kann die Gewichtsregulierung langsam und vorsichtig gesteuert werden. Doch dazu muss sich der Abnehmwillige der Fallen bewusst sein. Eigenen Willen und Geduld kann kein noch so tolles Gerät und nur in den seltensten Fällen eine Wunderpille ersetzen. Im Folgenden will ich versuchen, verschiedene Stoffwechselaspekte und einige Mechanismen des Dickwerdens in aller Kürze verständlich zu beleuchten und darzulegen. Das Wichtigste ist natürlich der feste Wille, abnehmen zu wollen, und die entsprechende Nahrungsumstellung – auf Dauer. Aber bevor wir uns den Einzelheiten zuwenden, wollen wir im nächsten Absatz erst einmal ein paar Fakten und Begriffe klären.

Hier geht es ohne Begriffserklärungen gleich zu den wesentlichen Aspekten:

Kalorientheorie, viele Kohlenhydrate, willensschwach?, fettfreie Ernährung, Insulinresistenz, Hyperinsulinismus, Kohlenhydrate, Lebensmittel, Sport, Psyche, Fette, Süßstoffe, Dummer Organismsus?, Fettbinder, Eiweißdrinks, Wirbelsäule, wichtige Mechanismen, Schlussbemerkung, eigene Erfahrungen

Begriffserklärungen:

  • Adipositas:

Definiert man als ein Übermaß an Fett, wenn der Prozentsatz 20% oder mehr des Durchschnittswerts übersteigt. Moderne Fettanalysegeräte messen den Fettanteil des Körpers genau.Beim adipösen Mann findet sich das Fett besonders in der oberen Körperhälfte, in Gesicht, Hals und dem Bauchbereich oberhalb des Nabels. Bei der Frau verteilen sich die Fettpolster vor allem im unteren Körperbereich (Po, Hüften Schenkelbereich und Unterleib). Eine weitere Art der Adipositas wurde vor kurzer Zeit erst entdeckt. Hier findet man ein Zuviel an Fetten in den Eingeweiden des Bauchraums. Man kann diese Fette nicht sehen, und die Taille weist auch einen normalen Umfang auf. Aber auch diese Fettablagerungen können Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen heraufbeschwören. Besonders Raucherinnen können diese tiefen Fettdepots entwickeln. Als Komplikationen treten vor allem bei Männern früh auf:

  • Diabetes,
  • Hypercholesterinämie,
  • Bluthochdruck und Herz- und Gefäßkrankheiten sind die größten Gefahren.

Bei der Frau sind wegen der Lokalisation der Fettverteilung gesundheitliche Risiken seltener.

  • Normalgewicht:

Das Normalgewicht wird nach folgender Formel berechnet:

Körpergröße – 100 = Normalgewicht

Ein Mann mit einer Körpergröße von 190cm hätte ein Normalgewicht von 90kg.

  • Idealgewicht:

    Das Idealgewicht beträgt

Gewicht (Mann) =

(Größe – 100) – (Größe – 150) : 4

Gewicht (Frau) =

(Größe – 100) – (Größe – 150) : 2

In dieser Formel sind Alter und Knochenbau allerdings nicht berücksichtigt. Ein 1,80m großer Mann bringt mit 72,5kg sein Idealgewicht auf die Waage.
  • Der Body Mass Index (B.M.I.):

    Dieser Wert bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Gewicht und dem Quadrat der Größe:

    Index = Gewicht : [Größe x Größe],

    wobei das Gewicht in Kilogramm und die Größe in Meter angegeben wird.Der Normalwert liegt beim Mann zwischen 20 und 25, bei der Frau zwischen 19 und 24.Bei Werten darüber besteht bis zu einem Index von 30 Übergewicht, ab 30 Adipositas.Werte über 40 sollten als medizinisch behandlungsbedürftig eingestuft werden.Ein Mann mit einem Gewicht von 90kg und einer Körpergröße von 1,90m besitzt einen BMI von 27,77 und ist damit schon übergewichtig.

  • Kohlenhydrate:

    Pflanzen bilden im Rahmen der Photosynthese aus Kohlendioxid und Wasser in Verbindung mit Sonnenlicht unbeschreibliche Mengen an Kohlenhydraten. Dabei wird die Sonnenenergie in chemische Energie verwandelt. Lebewesen können diese chemische Energie für sich nutzen. Die Bezeichnung Kohlenhydrat kommt daher, weil in ihnen Sauerstoff und Wasser in einem festen Verhältnis von 2:1 vorliegen (ebenso wie in Wasser). Chemisch strukturell können Kohlenhydrate als Wasserverbindungen (=Hydrate) bezeichnet werden. Die Zellulose, das am meisten verbreitete Kohlenhydrat, gibt Pflanzen Struktur und Halt und ermöglicht ihnen so Wachstum. Für den Organismus stellen Kohlenhydrate eine schnell verfügbare Energiequelle dar. Es gibt drei verschiedene Gruppen:

    • Monosaccharide: Sie sind einfache Zuckermoleküle. Der wichtigste Einfachzucker ist die Glukose (Traubenzucker). Andere Monosaccharide sind die Fructose (Fruchtzucker) und Galaktose.

    • Disaccharide: Sie setzen sich aus zwei Einfachzuckermolekülen zusammen. Saccharose (Rohr- und Rübenzucker) besteht aus Glukose und Fructose, der Milchzucker (Laktose) besteht aus Glukose und Galaktose. Disaccharide können in Einfachzucker gespalten und so zur Energieverwertung herangezogen werden

    • Polysaccharide: Manche Diasaccharide können mittels weiterer Einfachzucker zu Vielfachzuckern (Polysaccharide) verknüpft werden. Stärke (Amylose) ist solch ein Polysaccharid und stellt die pflanzliche Speicherform der durch die Photosynthese aufgebauten Glucose dar. Amylose findet sich vor allem in Wurzeln und Knollen. Bei der Umwandlung der Stärke durch den Stoffwechselprozess entstehen vor allem Glukose und Maltose.

  • Glykogen

    GlykogenChemische Formel von Glykogen, der Speicherform von Zucker.

    Glykogen
    Chemische Formel von Glykogen, der Speicherform von Zucker.

Ist die Speicherform der Glukose (Zucker). Menschliches Glykogen und pflanzliche Stärke sind recht ähnlich strukturiert. Speicherorte des Glykogens sind vor allem die Leber und Muskulatur des Skeletts. Bei einem Glukosemangel im Blut kann es wieder in einzelne Glukosemoleküle zerlegt und im Rahmen des Energieverbrauchs verbrannt werden.

  • Insulin:

Insulin ist ein Hormon, welches in den B-Zellen der Langerhanschen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es steuert den Blutzuckerspiegel und versucht, ihn auf einem Wert von 1g/l zu halten. Es gibt eine schwache, kontinuierliche Grundabsonderung, die z.B. im nüchternen Zustand die Glukoseproduktion aus der Leber steuert. Zu Beginn einer Mahlzeit wird die Insulinabgabe schon durch einen geschmacklichen Reiz oder alleine durch den Anblick von Speisen ausgelöst. Die Intensität der Produktion von insulin ist abhängig von der Höhe des Blutzuckerspiegels. Insulin hat mehrere wichtige Aufgaben:

InsulinkristalleHumanes Insulin unter dem Mikroskop.

Insulinkristalle
Humanes Insulin unter dem Mikroskop.

  • den Transport der Glukose aus dem Blut in die Zellen
  • die enzymatische Verwertung der Glukose in der Zelle (Verbrennung der Glukose in den Kraftwerken [=Mitochondrien] der Zelle zur Energiegewinnung)
  • die Speicherung der Glukose in Form von Glykogen und Triglyceriden
  • es beeinflusst den Fettstoffwechsel durch eine Steigerung der Durchlässigkeit der Zellmembran für freie Fettsäuren. In den Zellen (Leber- und Fettgewebe) werden diese Fettsäuren dann vermehrt in Depotfett verwandelt und gespeichert.

Andere Insulinwirkungen:

  • Unterstützt die Aminosäuren, ins Zellinnere zu gelangen

  • Nach der Speicherung der Glukose löst es Hypoglykämie aus (die Zuckerspiegel sinken unter das physiologisch notwendige Niveau, was sich in der Entwicklung eines Hungergefühles äußert)

  • Es hält Natrium und damit auch Wasser im Körper zurück

Die Bedeutung des Insulins ergibt sich aus der Tatsache, dass es das einzige Hormon zur Senkung des Blutzuckers ist. Es ist damit unverzichtbar für die Verwertung der zugeführten Speisen in Energie und ist außerdem noch an anderen wichtigen Vorgängen im Körper beteiligt.

  • Hypoglykämie

Unter diesem Begriff versteht man eine Verminderung des Blutzuckers unter einem Wert von 2,8mmol/l (ca. 0,5g/l). Beim Erwachen beträgt der Blutzucker etwa 1g/l und steigt nach dem Verzehr eines ausgewogenen Frühstücks etwa auf 1,4g/l an. Durch die Einwirkung des Insulins sinkt der Blutzuckerspiegel innerhalb der nächsten beiden Stunden auf den Ausgangswert von etwa 1g/l zurück, um in der nächsten Stunde bis auf 0,7g/l zu fallen.Von diesem niedrigsten Wert aus klettert der Blutzuckerwert wieder in den Ausgangsbereich. Das Absinken auf einen Wert von 0,5g/l tritt vor allem dann auf, wenn aufgrund der Steuerung des Pankreas (= Bauchspeicheldrüse) zu hohe Blutzuckerspiegel (zu) schnell gesenkt werden.Diese Blutzuckertiefstwerte sind oft mit Symptomen wie Angst, Zittern, Blässe, Schweißausbrüchen u.a.m. verbunden. Diese Symptomenvielfalt verdeutlicht schon, dass ein Absinken des Blutzuckers auf derart niedrige Werte ein deutliches Warnsignal darstellt und auf eine (beginnende) Organfunktionsstörung oder manifeste Krankheit hinweisen kann.

  • Glukagon:

Glukagon wird in den A-Zellen der Langerhanschen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet und besteht aus 29 Aminosäuren. Seine Funktion besteht darin, über verschiedene Prozesse die Glukose aus ihren Speicherdepots zu lösen und so den Blutzuckerspiegel wieder anzuheben. Glukagon ist praktisch der Gegenspieler zum Insulin.

 

  • Ketonkörper

Diese Bezeichnung steht für die Azetessigsäure, Beta- und Hydroxibuttersäure, sowie für Aceton. Diese Stoffe werden bei gesteigerter Lipolyse (Abbau der Fettdepots) vermehrt gebildet, wenn Insulinmangel oder erhöhte Gluka-gonkonzentrationen im Blut vorliegen oder Hungergefühl sich einstellt.

 

Soweit zur Klärung der wichtigsten fachlichen Begriffe. Im folgenden Text wird das Meiste noch einmal in den wichtigsten Zügen umschrieben.Jetzt geht es zur Aufarbeitung der verschiedensten „Ansätze zum Abnehmen“:

1. Der Schwachsinn der Kalorientheorie

Im Jahr 1930 publizierten die amerikanischen Ärzte Newburg und Johnston die Theorie, die Adipositas (Fettsucht) sei das Ergebnis einer zu kalorienreichen Ernährung und nicht Folge einer Stoffwechselstörung. Das Ergebnis beruhte auf einer sehr begrenzten Anzahl an Studienteilnehmern und die Studie wurde über ein zu geringes Zeitintervall durchgeführt. Die damalige wissenschaftliche Analyse hält heutigen Ansprüchen nicht mehr stand. Trotzdem konnte sich diese Meinung durchsetzen, ist immer noch das „Credo“ vieler Ernährungswissenschaftler und stellt den Ansatz vieler Diäten dar. Jahre später äußerten die beiden Ärzte Bedenken bezüglich der Ergebnisse und Schlussfolgerungen ihrer Studie. Doch es war zu spät, denn die Medizin hatte die falschen Schlussfolgerungen schon verinnerlicht und in ihre Lehrbücher aufgenommen.Die Kalorientheorie funktioniert wie eine Gleichung nach den Grundsätzen der Mathematik:

  • Braucht der Mensch 2.500 Kalorien pro Tag, legt er bei einer Aufnahme von 3.500 Kalorien 1000 Kalorien in Fettpolstern an.
  • Nimmt er aber nur 1.800 Kalorien auf, muss er das Energiedefizit aus den Fettreserven holen.
  • D.h.: Nehme ich mehr Kalorien auf, als der Organismus verbraucht, nehme ich zu, und ist die Kalorienaufnahme geringer als der Verbrauch, nehme ich ab.

Klingt gut, ist aber nicht zu 100% richtig. Wie hätten Kriegsgefangene mit einer sehr geringen täglichen Kalorienzufuhr (etwa 750 Kalorien) über Jahre hinweg bei schwerer körperlicher Arbeit überleben können? Ihre Fettreserven wären innerhalb weniger Monate verbraucht gewesen, danach hätten sie recht schnell verhungern müssen! Andererseits müssten „Vielesser“ mit einer täglichen Kalorienaufnahme von bis zu 5.000 Kalorien nach einiger Zeit „platzen“, tatsächlich bleiben viele schlank. Und wie ist es zu erklären, dass viele Menschen, die ihre Kalorienzufuhr drastisch senken, sogar noch zunehmen?

Nehmen wir wirklich zu, wenn wir zu viele Kalorien zu uns nehmen und nehmen wir wirklich ab, wenn wir zu weniger Kalorien zu uns nehmen, als wir durch die tägliche Arbeit verbrauchen, wie es die Kalorientheorie behauptet? Diese Überlegung und Argumentation ist richtig und falsch zugleich. Wenn wir die Kalorienaufnahme reduzieren, muss der Körper seine Fettdepots angreifen, um Energie aus seinen Reserven zu produzieren. Daher nehmen wir zu Beginn einer Diät ohne weiteres auch ganz gut ab. Doch hat der Organismus gelernt, auch mit einer geringen Kalorienzufuhr seine Prozesse aufrecht zu erhalten, da er praktisch auf „Sparflamme“ umschaltet und den Stoffwechsel runterfährt. Der Organismus kann mit einer reduzierten Kalorienzufuhr quasi die gleiche Leistung erbringen. Trotz eines weiterhin „leeren Magens“ stagniert die Gewichtsabnahme und so ganz langsam stellen sich erste Zweifel ein, ob der diätetische Ansatz auch richtig ist.Jetzt müsste der Abnehmende sogar noch weniger essen, um eine weitere Gewichtsreduzierung zu erreichen. Hier stößt der Abnehmwillige sowohl physisch und vor allem auch psychisch schnell an seine Grenzen. Irgendwann ist Schluss mit der Tortur eines dauernden Hungergefühls….

Aufgrund der kalorienreduzierten Ernährungsweise nimmt zu allererst die Muskelmasse ab, da der Körper die Glukose, die er aus den Fettzellen wiedergewinnt, erst nach ca. 3 Tagen richtig verwerten kann. Daher werden zur Zucker- und Energiegewinnung hauptsächlich Eiweiße der Muskelzellen kannibalisiert.So kann der Körper bei einer Hungerdiät bis zu 75g Muskelmasse pro Tag abbauen. Jedoch verbrennt der Organismus in den Muskeln die meiste Energie. Weniger Muskelmasse heißt aber in diesem Falle auch weniger Energieverbrennung mit der Folge der Stagnation der Gewichtsbnahme. Der Abnehmwillige steht vor der Wahl, noch weniger zu essen, um weiter abzunehmen, oder die aktuelle, stagnierende Ernährungssituation weiter beizubehalten oder die alte Ernährungsweise wieder aufzunehmen.In vielen Fällen entscheidet sich der Gefrustete für die letzte Möglichkeit und hat den Vorsatz, trotz Wiederaufnahme alter Ernährungsweisen zumindest sein momentanes Gewicht zu halten.

Doch hat er die Rechnung ohne den Organismus gemacht. Aufgrund der vorausgegangenen Hungerphase will der Organismus wieder Energie in Fettreserven speichern, um für die nächste „Hungersnot“ gerüstet zu sein und transportiert möglichst viel der ihm jetzt wieder reichlich dargebotenen Energie in die Fettzellen. Weiterhin werden kannibalisierte Muskelzellen „wieder aufgebaut“.Magere Körperzellmasse ist relativ schwer und bringt viel Gewicht nach Restaurierung. Während der Hungerphase hat der Organismus Wasser eingelagert, welches nach Beendigung der Diät nicht alles ausgeschieden wird. Die Folge: In der Summe aller Faktoren ist nach einiger Zeit nach Beendigung der Diät das Gewicht höher als zu Beginn deren Beginn. Das Prinzip „FdH (Friss die Hälfte)“ ist also nur bedingt und auch nur für kurze Zeit eine Möglichkeit zur Gewichtsabnahme.Nach Wiederaufnahme der alten Ernährungsgewohnheiten kann das Gewicht wegen des Jo-Jo-Effektes sogar noch weiter nach oben klettern.

Erkenntnis:

Eine kalorienreduzierte Diät lässt den Hungernden folgende 3 Phasen durchlaufen:

  • Gewichtsverlust (mit Hurragefühl)
  • Gewichtssstagnation und Stabilisierung (mit Zweifel und Kapitulation)
  • Phase der Gewichtszunahme (mit Frust und Resigantion).

Doch leider befindet sich das Körpergewicht nach einer Diät auf einem höheren Niveau als vor deren Beginn. Daher startet der nächste Versuch der Gewichtsabnahme von einem höheren Grundgewicht aus und endet noch weiter oben; usw… Unzählige Diätwillige sind schon Opfer der Kalorientheorie geworden. Sie sind fast vor Hunger gestorben, um etwas abzunehmen. Leider hatte sich der Erfolg nicht eingestellt. Sie wurden zu Sklavinnen dieser Theorie, weil sie feststellten, dass jeder Ausstieg aus der Diät zu einem noch höherem Gewicht führte.Und auch von therapeutischer Seite werden sie unter Druck gesetzt. Weil diese keinen Fortschritt bei der Gewichtsabnahme bemerken, verdächtigen sie die Übergewichtigen, heimlich die Diätregeln zu brechen. Unberechtigterweise sehen sich Dicke noch starken Vorwürfen ausgesetzt.

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2. Übermäßiger Verzehr kohlenhydratreicher Nahrung

Ungefähr seit den 70ger Jahren werden fettarme Diäten propagiert. In diesen Diätformen wird das Fett zum Großteil durch Kohlenhydrate ersetzt. Der Erfolg zeigt sich in einem immer größer werdenden Anteil der Dicken (ca. 50% der Deutschen sind zu dick) an der Gesamtbevölkerung, weil wir in der Zwischenzeit ein 1/4 bis 1/3 unserer Nahrung in Form von leeren und für den Stoffwechsel ungünstigen kalorischen Stoffen zu uns nehmen.

SüßigkeitenLieferant vieler Kalorien in Form von Zucker, der den Glukosespiegel stark belastet. Manchmal wäre ein liebes Wort oder eine Streicheleinheit süßer als Süßes...

Süßigkeiten
Lieferant vieler Kalorien in Form von Zucker, der den Glukosespiegel stark belastet. Manchmal wäre ein liebes Wort oder eine Streicheleinheit süßer als Süßes…

Gerade Zucker ist hier als der wirklich große Hauptverursacher zu nennen. Zucker wird schnell ins Blut aufgenommen und macht energiegeladen und leistungsstark. Doch so schnell wie der Zucker ins Blut gekommen ist, verschwindet er auch wieder und macht, dass wir uns schlapp, lustlos und unkonzentriert fühlen. Jetzt kommt erneutes Verlangen nach Zucker auf, welches wiederum zum Verzehr leerer kalorischer Stoffe führt.Der Teufelskreis beginnt von vorne. Doch meist erfolgt der Verzehr in Verbindung mit Fetten, was wiederum einen negativen Einfluss haben kann. Dicke Menschen konnten erfahren, welchen Einfluss dies auf das Gewicht hat.Der berühmte, braune Brotaufstrich aus Haselnusscreme enthält als größten Bestandteil Zucker, an zweiter Stelle steht Fett. In den folgenden Absätzen wird dieser Zusammenhang erhöhter Kohlenhydrataufnahme in Verbindung mit Fett verdeutlicht.

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3. Sind Dicke willensschwach?

Die meisten Diäten scheitern schon an der Praktikabilität im Alltag. Die anfänglichen Erfolge sind geraume Zeit nach Beendigung der Diät schnell wieder verflogen und das Gewicht ist später noch höher als zu deren Beginn. Intensive Selbstvorwürfe plagen die Übergewichtigen, Frozzeleien der Umwelt und Vorwürfe aus der Familie lassen nicht nur innere Wut aufkommen, sondern die Betroffenen letztlich resignieren. Sind gewisse Bemerkungen auch „lustig“ gemeint, treffen sie übergewichtige Menschen doch bis ins Mark.Am Ende stehen Resignation und eine weiterhin (völlig) ungesunde Ernährung, weil ‚eh alles nix hilft‘. Dicke gelten als willensschwach, charakterlos, maßlos, unkontrolliert.

 Ein leerer Sack steht nicht Dies ist die allgemeine Ansicht zu dicken Menschen. Zwar trifft dieser Spruch auf viele dicke Menschen wirklich zu, doch müsst man die Vorgeschichte genau kennen. Dicke wollen schon schlanker sein, aber sie können es aufgrund einer Stoffwechsel- problematik nicht. Doch deren Diagnose und Behandlung zählt nicht zu den Stärken der konservativen Medizin. Hier ist meiner Meinung nach vor allem die Orthomolekulare Medizin gefragt, wird der Appetit und das Essverhalten über Botenstoffe des Gehirns und des Darms gesteuert. Und irgendwann resigniert der stärkste Charakter.


Ein leerer Sack steht nicht

Dies ist die allgemeine Ansicht zu dicken Menschen. Zwar trifft dieser Spruch auf viele dicke Menschen wirklich zu, doch müsst man die Vorgeschichte genau kennen. Dicke wollen schon schlanker sein, aber sie können es aufgrund einer Stoffwechsel- problematik nicht. Doch deren Diagnose und Behandlung zählt nicht zu den Stärken der konservativen Medizin. Hier ist meiner Meinung nach vor allem die Orthomolekulare Medizin gefragt, wird der Appetit und das Essverhalten über Botenstoffe des Gehirns und des Darms gesteuert. Und irgendwann resigniert der stärkste Charakter.

Die amerikanische Ernährungsexpertin Dr. Rachel Heller musste sich von ihrem Arzt folgende Worte anhören:

„Sie sehen aus wie ein Schwein, weil Sie essen wie ein Schwein“.

Daraufhin stellte sie ihre Nahrungsaufnahme auf eine strikt KOHLENHYDRATARME Ernährung um, nahm etwa 160 Pfund ab und konnte wegen der veränderten Ernährungsgewohnheiten ihr Wunschgewicht bis heute halten. Heller betont in ihren Schriften, dass die Sucht nach Zucker ihr Leben bestimmte. So ist es auch bei Dicken: Meist ist es nicht ein schwacher Wille, der zu den Ernährungssünden führt, vielmehr ist es der Zwang des Stoffwechsels. Es ist vor allem der Zwang nach Zucker und anderen schlechten Kohlenhydraten.

Adipöse Menschen sind nicht unbedingt Vielesser. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass

  • nur 15% der Adipösen zu viel essen ( 2800 – 4000 kal/Tag)
  • 35% normal essen (2000 – 2700 kal/Tag)
  • 50% zu wenig essen (unter 2000 kal/Tag.

Der Kalorienbedarf dünner, dicker oder adipöser Menschen unterscheidet sich nur wenig voneinander. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben dies bewiesen. Wenn sich also weder die Menge der aufgenommenen Nahrungnoch der Bedarf bei dünnen bzw. adipösen Menschen groß unterscheiden, muss es also andere Mechanismen geben, die zum Dickwerden führen!

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4. Dick trotz fettfreier Ernährung:

Es klingt unglaublich, aber es ist wahr: Selbst bei fettfreier Ernährung können die „Stauungen am Mittleren Ring“ (Fettpolster) noch größer werden. Das funktioniert so:

  • Die über die Nahrungsmittel aufgenommenen und verwertbaren Kohlenhydrate verstoffwechselt der Körper in so genannte Einfachzucker, und hiervon am meisten in Glukose.
  • Das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon Insulin transportiert den Treibstoff Glukose in die Muskeln und Zellen, damit er dort verbrannt werden kann.
  • Hat der Organismus aber mehr Glukose aus der Nahrung aufgenommen und ins Blut transportiert, als die Zellen verbrennen können, transportiert das Insulin diese Zucker in die Fettzellen. Hier werden die Zucker als Fette in Form von Triglyceriden gespeichert.

So lässt eine übermäßig kohlenhydratreiche Ernährung die Fettzellen und das Gewicht anwachsen. Ein erhöhter Triglyceridspiegel im Blut kann u.a. ein Indikator für eine zu kohlenhydratreiche Ernährung sein.

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5. Insulinresistenz

ChromChrom als Bestandteil der Nahrung oder in der Nahrungsergänzung trägt bei ausreichender Konzentration im menschlichen Organismus zur Verbesserung der Insulinresistenz bei.

Chrom
Chrom als Bestandteil der Nahrung oder in der Nahrungsergänzung trägt bei ausreichender Konzentration im menschlichen Organismus zur Verbesserung der Insulinresistenz bei.

Eine stark kohlenhydratreiche Ernährung über lange Zeit kann dazu führen, dass die Zellen den Zucker nicht mehr richtig aufnehmen und in Energie umwandeln können (= Insulinresistenz, die übrigens mit der Orthomolekularen Medizin positiv beeinflusst werden kann). Aber gerade deswegen, weil der Zucker nicht in die Zellen transportiert werden kann. produziert der Organismus noch mehr Insulin, um die energiearmen Zellen besser mit Treibstoff versorgen zu können. Diese gesteigerte Insulinproduktion jedoch macht Hungergefühle (Insulin ist das Hungerhormon). Der Hunger verführt zu einer erneuten Nahrungsaufnahme und eine erneute Zufuhr von Kohlenhydraten lässt den Blutzucker ansteigen. Doch leider findet der viele Blutzucker wiederum nicht den Weg in die Muskelzellen, um dort verbrannt zu werden, sondern wird in die Fettzellen zur Speicherung transportiert.

Da sich der letzte Prozess sehr schnell vollzieht, sinkt der Blutzuckerspiegel drastisch bis in den Bereich des Unterzuckers (Hypoglykämie) mit den Symptomen Unlust und Reizbarkeit. Über das jetzt entstehende erneute Hungergefühl (auf Süßigkeit, hochkalorische Getränke, das belegte Brötchen zwischendurch….) und die damit verbundene Nahrungsaufnahme versucht der Organismus den Blutzuckerspiegel auf ein normales Niveau anzuheben. Da meist wieder schlechte Kohlenhydrate verzehrt werden, beginnt der Teufelskreis von Neuem. Wenn sie festgestellt haben, dass Ihr Kind nach Zuckerverzehr öfters mit solchen Symptomen reagiert, lesen Sie doch einmal die Kapitel zu ADS/ADHS und Legasthenie und Ausleitung Schwermetalle.

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6. Hyperinsulinismus

Dieser Begriff beschreibt den stetigen Zustand erhöhter Insulinspiegel im Organismus. Der Körper kann einerseits wegen der Insulinresistenz die energiearmen Zellen nicht ausreichend mit dem Treibstoff Zucker versorgen, andererseits produziert er deswegen stetig viel Insulin, weil er das Energiedefizit der Zellen ausgleichen will. Doch hohe Glukosespiegel im Blut bewirken hohe Insulinspiegel und diese verursachen einen stetigen Anstieg des Körpergewichtes (wie unter „Dick trotz fettfreier Ernährung“ beschrieben). Ein Teufelskreis.Das Gewicht wird also vorwiegend durch die Insulinresistenz und den andauernd hohen Insulinspiegel im Blut bestimmt. Dieser Zustand kontinuierlich erhöhter Insulinspiegel ist eine Vorstufe des Diabetes Typ II, der besonders bei Übergewichtigen häufig vorkommt.

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7. Gute und schlechte Kohlenhydrate:

Gute KohlenhydrateFuchtzucker wird vom Organismus anders verstoffwechselt wie der normale Hausshaltszucker, ist damit für die Bauchspeicheldrüse wesentlich verträglicher und führt nicht zu hohen Glukosespiegeln, die zu Hungergefühlen führen.

Gute Kohlenhydrate
Fuchtzucker wird vom Organismus anders verstoffwechselt wie der normale Hausshaltszucker, ist damit für die Bauchspeicheldrüse wesentlich verträglicher und führt nicht zu hohen Glukosespiegeln, die zu Hungergefühlen führen.

Ist es wirklich Schwachsinn, Kohlenhydrate in Gute und Schlechte zu trennen, wenn uns die Werbung immer wieder suggeriert, dass DER TRAUBENZUCKER, DIE LIMONADE und nur DER BROTAUFSTRICH und viele andere Produkte die wahren Energiespender sind und Leistungsbereitschaft und Energieniveau steigern können? Nein, ist es nicht, denn meist sind diese Produkte reiner Zucker oder bestehen zum Großteil aus Zucker! In Hyperinsulinismus und Insulinresistenz sind die Mechanismen und Folgen ständig erhöhter Kohlenhydratspiegel im Blut beschrieben. Insgesamt wäre also deutliche Vorsicht beim Verzehr stark zuckerhaltiger Lebensmittel angezeigt. Doch werden oft gerade diese (meist auch stark beworbenen) Produkte bewusst gekauft, weil man als Elternteil dem Kind nur das Beste gönnen möchte, und ahnt nicht, dass man damit den Grundstein für die Figurprobleme des Kindes gelegt hat.

Schlechtes KohlenhydratFogaça, ein süßes Brot aus Portugal, ein schlechtes Kohlenhydrat -wie fast alle Brote, die nicht aus vollem Korn hergestellt werden.

Schlechtes Kohlenhydrat
Fogaça, ein süßes Brot aus Portugal, ein schlechtes Kohlenhydrat -wie fast alle Brote, die nicht aus vollem Korn hergestellt werden.

Aber auch die „hohe Qualität“ industriell verarbeiteter Lebensmittel trägt ihren Teil dazu bei, Gewichtsprobleme entstehen zu lassen: Zucker findet sich in teils großen Mengen in vielen Lebensmitteln. Den Designern von Lebensmitteln ist es gelungen, nicht nur den Geschmack sondern auch die Qualität eines Lebensmittels nachhaltig zu manipulieren. Durch Zugabe von Zucker wird der Einfluss von Lebensmitteln auf den Stoffwechsel stark verändert:

  • Die industrielle Verarbeitung der Lebensmittel entzieht diesen oft wichtige (Ballast)Stoffe. Dadurch kann z.B. die Aufnahme der Kohlenhydratanteile dieser Lebensmittel stark beschleunigt werden. Sie werden daher schneller in Glukose verwandelt und diese flutet folglich schnell und hoch im Blut an.
  • Auf diese Glukoseflut im Blut reagiert der Organismus mit einer unmittelbar einsetzenden und gesteigerten Produktion an Insulin, um den Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit wieder auf ein optimales Niveau zu senken. Doch so schnell wie die Glukose ins Blut gekommen ist verschwindet sie auch wieder, da die starke Ausschüttung von Insulin die Blutzuckerspiegel schnell absinken lässt.

    GlucoseanflutungBei schlechten Kohlenhydraten flutet Glukose schnell und hoch an, worauf der Organismus mit einer hohen Insulinausschüttung reagieren muss, was auf Dauer für die Bauschspeicheldrüse einen hohen Stressfaktor darstellen kann. Wird der Stress der stetig schwankenden Insulinproduktion zu groß, kann das Organ Schaden nehmen. Für die Produktion von Insulin wird übrigens Zink benötigt. Hier zeigt sich wieder die enorme Wichtigkeit der orthomolekularen Stoffe.

    Glucoseanflutung
    Bei schlechten Kohlenhydraten flutet Glukose schnell und hoch an, worauf der Organismus mit einer hohen Insulinausschüttung reagieren muss, was auf Dauer für die Bauschspeicheldrüse einen hohen Stressfaktor darstellen kann. Wird der Stress der stetig schwankenden Insulinproduktion zu groß, kann das Organ Schaden nehmen. Für die Produktion von Insulin wird übrigens Zink benötigt. Hier zeigt sich wieder die enorme Wichtigkeit der orthomolekularen Stoffe.

  • Jetzt tritt plötzlich die Situation eines Insulinüberangebots und eines Mangels an Glukose im Blut ein. Doch der Organismus produziert nichts umsonst. Das eigentlich arbeitslose Insulin (es fehlt Glukose) wendet sich den mit der Nahrung aufgenommenen Fettsäuren (Butter, Fleisch usw.) zu und speichert diese in den Fettdepots ab.Viele industriell verarbeiteten Lebensmittel weisen genau diesen Nachteil auf: Der Verlust wichtiger Ballaststoffe und anderer Bestandteile (Vitamine) aufgrund der industriellen Verarbeitung nimmt den Lebensmitteln ihre Ganzheitlichkeit und damit auch in vielen Fällen die positive Wirkung auf den Organismus.

Ein Beispiel ist das „gute Weißmehl“: Durch die industrielle Verarbeitung werden dem Korn die Ballaststoffe (und mit ihnen die meisten Vitamine) entzogen. Weißmehl kann deswegen schnell vom Organismus aufgenommen und in Einfachzucker umgewandelt werden.

FettleibigkeitTypisches Bild einer Adipositas (Fettleibigkeit). Im Gewebe sind feine Risse aufgrund des Verlusts der Elastizität des Bindegewebes zu erkennen.

Fettleibigkeit
Typisches Bild einer Adipositas (Fettleibigkeit). Im Gewebe sind feine Risse aufgrund des Verlusts der Elastizität des Bindegewebes zu erkennen.

In der Form eines Einfachzuckers flutet es schnell im Blut an und löst eine schnelle und erhöhte Insulinproduktion aus. Die große Insulinmenge transportiert den Zucker schnell aus dem Blut. Jetzt ist zwar noch Insulin im Blut, aber praktisch keine Glukose mehr. Das Insulin hilft jetzt die Fettsäuren aus der Nahrung in den Fettdepots zu speichern, was zum Gewichtsanstieg führt. Genau dieser Prozess tritt beim (häufigen) Verzehr belegter (mit Wurst, Käse) Weißmehl-Brötchen ein. Es ist vor allem die Kombination eines „schnellen“ Kohlenhydrats mit einem fetten Belag, was diese Zwischenmahlzeit so ungesund macht und die Tendenz zum Dickwerden noch fördert. Mit etwas Phantasie fallen dem geneigten Leser noch viele, viele andere Beispiele ein.

Kalorientheorie, viele Kohlenhydrate, willensschwach?, fettfreie Ernährung, Insulinresistenz, Hyperinsulinismus, Kohlenhydrate, Lebensmittel, Sport, Psyche, Fette, Süßstoffe, Dummer Organismsus?, Fettbinder, EiweißdrinksWirbelsäule, wichtige Mechanismen, Schlussbemerkung, eigene Erfahrungen

8. Qualität der Lebensmittel

Zunahme des ÜbergewichtsIn beide Altersguppen (6-11 und 12-19 Jahren) ist in Amerika der Anteil von niedrigen 4-5% in der Periode bis 1970 auf 16% in der Periode 1999-2002 gestiegen. In Deutschland ist die Entwicklung nicht viel anders, können die Deutschen inzwischen für sich beanspruchen, fast das dickste Volk in Europa zu sein. Das Übel beginnt meiner Meinung nach schon in der Kindheit mit übermäßigem Süßigkeitenverzehr und setzt sich fort in der Schule mit einer ungenügenden Aufklärung zu hochwertiger Nahrung.

Zunahme des Übergewichts
In beide Altersguppen (6-11 und 12-19 Jahren) ist in Amerika der Anteil von niedrigen 4-5% in der Periode bis 1970 auf 16% in der Periode 1999-2002 gestiegen. In Deutschland ist die Entwicklung nicht viel anders, können die Deutschen inzwischen für sich beanspruchen, fast das dickste Volk in Europa zu sein. Das Übel beginnt meiner Meinung nach schon in der Kindheit mit übermäßigem Süßigkeitenverzehr und setzt sich fort in der Schule mit einer ungenügenden Aufklärung zu hochwertiger Nahrung.

Kritik- und gedankenlos werden denaturierte Lebensmittel verspeist. Nicht nur das Weißmehl ist hier zu nennen. Ein Hintergrund ist der oft niedrige Preis solcher in Massen produzierter und denaturierter Lebensmittel, ein anderer die immer größer werdende Interesselosigkeit in puncto Ernährung. Der Verzehr an Fertigprodukten steigt immer mehr an. Fertigprodukte haben viel ihrer Ganzheitlichkeit verloren. Zum Teil muss die Nahrung vom Organismus nicht mühsam über Stoffwechselprozesse zerkleinert werden, um an einzelne Bestandteile zu gelangen. Sie werden dem Körper in einer schnell aufnahmefähigen Form angeboten. Außerdem werden viele Fertigprodukte aus Geschmacksgründen zusätzlich mit Zucker versetzt.

Deswegen ist es nur logisch, dass der Organismus viele Kohlenhydrate aus Fertigprodukten schnell in Glukose verstoffwechselt, was sich in einem schnellen Anstieg des Glukosespiegels im Blut äußert. Ob diese Form der Aufnahme von Nahrung nur satt macht oder auch RICHTIG ERNÄHRT will ich hier an dieser Stelle nicht weiter erörtern. die in solchen Fertigprodukten kaum mehr vorhanden sein dürften, für den menschlichen Organismus beschreibe. Die Folgen eines schnellen Blutzuckeranstiegs sind inzwischen bestens bekannt.Viele Krankheiten beruhen auf einem Mangel an Mikronährstoffen wie Vitamine, Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen. Zuerst gehen diese Stoffe bei der Lebensmittelverarbeitung in vielen Fällen verloren, danach bietet sie uns die Industrie in Form von Tabletten, Brausen und Pülverchen wieder als Nahrungsergänzungsmittel an. Warum bleiben wir nicht gleich bei der kostengünstigen Natur?

Erkenntnis

Aus dem oben Geschriebenen geht hervor, dass es weit besser wäre, die Nahrung so zusammenzustellen, dass

  • prinzipiell nur langsam anflutende Kohlenhydrate verzehrt und
  • möglichst (gute) Fette nur in Verbindung mit langsam verstoffwechselbaren Kohlenhydraten verspeist werden sollten.

In beiden Fällen flutet die aus den Kohlenhydraten gebildete Glukose nur langsam im Blut an, weswegen auch die Insulinproduktion langsam und kontinuierlich abläuft. Die Insulinmenge ist der Kohlenhydratmenge angepasst, und daher bleibt praktisch kein Insulin übrig, um die Fettsäuren aus der Nahrung in den Fettdepots zu speichern. Im Falle der belegten Semmel müsste man das Weißmehlbrötchen nur durch eine aus reinem Vollkornmehl (am besten Dinkelvollkorn) gebackene Semmel ersetzen. So einfach ist das.

Konsequenz für die Bauchspeicheldrüse

Der übermäßige Verzehr von schlechten Kohlenhydraten setzt den Blutzuckerspiegel starken Schwankungen aus, wodurch die Buchspeicheldrüse enorm gereizt wird. Über lange Zeit kann die Bauchspeicheldrüse dies noch ganz gut kompensieren, aber wegen der stetigen Belastung zeigt sie irgendwann erste Funktionsstörungen. Der ständige Zwang, schnell und viel oder kontinuierlich viel Insulin produzieren zu müssen, führt auf Dauer zu einer Überstrapazierung der Bauchspeicheldrüse. Wegen des meist mit einhergehenden Mangels an Vitalstoffen kann bei der Bauchspeicheldrüse eine Funktionsstörung auftreten, die letztlich sogar in einem Diabetes enden kann. Der sich mit zunehmenden Alter entwickelnde Insulinresistenz ist mit ein Auslöser für die Fettleibigkeit.

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9. Schlank durch Sport

Jimmy Carter beim JoggingJimmy Carter beim Jogging Jogging, eine Sportart mit anständigem Kalorienverbrauch, aber trotzdem nicht sehr belastend für die Gelenke, wenn sie richtig ausgeführt wird.

Jimmy Carter beim Jogging
Jimmy Carter beim Jogging Jogging, eine Sportart mit anständigem Kalorienverbrauch, aber trotzdem nicht sehr belastend für die Gelenke, wenn sie richtig ausgeführt wird.

Der Drang zur Wunschfigur treibt viele BundesbürgerInnen in Fitnessstudios. Denn Sport, so die landläufige Meinung, ist unverzichtbar zur der Verbrennung der Kalorien und Fettdepots und quasi „das Mittel auf dem Weg zum Wunschgewicht“. Wer innerhalb von 4 Monaten nur durch Sport 5 kg abnehmen möchte, müsste schätzungsweise an 5 Tagen in der Woche etwa täglich 90min joggen. Eine Gewichtsabnahme durch Sport kann zudem nur durch kontinuierliche Bewegung erreicht werden. Der Grund liegt in der Art und Weise, wie der Organismus den Muskeln die Energie zur Verfügung stellt.

In der Ruhephase verbraucht der Organismus ATP (Adenositriphoshat, ein Energieträger und Energiespeicher des Körpers) und Fettsäuren zur Energiegewinnung. Bei intensiver Bewegung verwendet der Organismus das Glykogen der Muskeln für diesen Prozess. Dieses wäre nach etwa 20min verbraucht, würde es die einzige Energiequelle darstellen. Nach etwa 25min intensiver sportlicher Betätigung stammen je etwa 50% der verbrauchten Energie aus dem Glykogen und aus der Umwandlung der Fette (Lipolyse). Nach 40min holt sich der Körper die Energie fast ausschließlich aus der Lipolyse. D.h.: Erst nach einer kontinuierlichen sportlichen Betätigung von etwa 40min Mindestdauer kommt es zu einer deutlichen Verbrennung der Fettreserven. In letzter Konsequenz ist also eine einmalige sportliche Betätigung von 60min Dauer im Hinblick auf eine Gewichtsreduktion effektiver als 3mal 30min. Wer aber die sportliche Betätigung auf 20min limitiert, verbrennt nur Glykogen, welches durch die Nahrung sofort wieder ersetzt wird. Wenn man sich für eine Sportart entscheidet, dann sollte man eine Ausdauersportart wählen und die Intervalle zwischen den sportlichen Aktivitäten nicht länger als 3 Tage werden lassen!

Viele Abnehmwillige machen den Fehler, die Ernährung nicht umzustellen. Was nützt der schweißtreibende Verlust einiger Gramm, wenn aufgrund einer falschen Ernährung der Organismus die aus den Fettpolstern verbrannte Energie schnell wieder ersetzt?!? Was nützt es, 30.-€ bis 50.-€ im Monat für den Besuch eines Fitnessstudios auszugeben, wenn der Effekt nach ein paar Mahlzeiten wieder verschwunden ist, weil die Ernährung immer noch falsch ist? Ich möchte nicht missverstanden werden: Ich bin nicht gegen Sport und treibe selbst zumindest etwas Sport. Zum Abnehmen reicht es aber nicht aus, „mal ein paar Meter zu laufen“. Sport in dieser Form unterstützt sicherlich eine gesündere Lebensweise und wird auch die Sauerstoffversorgung des Organismus verbessern. Treiben sie Sport hauptsächlich zum Vergnügen, denn Bewegung schadet nie, es sei denn Sie wollen mit einem ehrgeizigen Programm mit einem untrainierten Körper zur Gewichtsabnahme Höchstleistungen vollbringen!Gerade Adipöse haben das Problem einer überstarken Belastung der Gelenke durch das eigene Körpergewicht, wenn sie sportlich aktiv sind. Wie sollen Adipöse 40min Ausdauersport machen, wenn die Gelenke nicht mitspielen?

Sport als Mittel zum Abnehmen erinnert stark an die Kalorientheorie. Auch hier geht es um Kalorienverbrauch und Kalorienzufuhr. Was gerne vergessen wird: Im Körper passt sich die Stoffwechsellage dem neuen „Angebot- und Nachfrageverhältnis“ an und der Organismus reduziert die Stoffwechselvorgänge, wenn Sport immer mit der gleichen Regelmäßigkeit ausgeübt wird (Erinnern Sie sich an die Gefangenen des II. Weltkrieges, die trotz geringster Kalorienzufuhr leistungsfähig waren). Um mit Sport auf Dauer abzunehmen, müsste das Ausmaß der sportlichen Betätigung also stetig gesteigert werden, da sich der Organismus immer dem Angebot anpasst. Wird der Sport im gleichen Rahmen weiter ausgeübt, ist oft festzustellen, dass das Körpergewicht wieder auf das alte Niveau klettert. Wird aber die sportliche Aktivität verringert oder sogar eingestellt, kann das Gewicht sogar noch deutlich nach oben gehen.

Leichte Bewegung hilft besonders adipösen Personen, deren Fettzellen gegen das Insulin resistent sind, und weswegen die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin produziert, um die Folgen der Insulinresistenz auszugleichen. Ein weiterer Nachteil einer Adipositas ist die Störung der Wärmeproduktion des Organismus, denn paradoxerweise braucht man, je ausgeprägter die Adipositas ist, um so weniger Energie für eine Anstrengung.Bei intensiver sportlicher Betätigung sollte darauf geachtet werden, in ausreichender Menge ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN einzunehmen, da sonst die Gefahr erhöhter arteriosklerotischer Ablagerungen besteht.

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10. Psychische Ursachen

Einfluss der PsycheErlebnisse aus der Kindheit können im Erwachsenenalter nachwirken und Menschen zu eigentlich nicht gewollten Verhaltensweisen trieben. Viele Abnehmwillige leiden unter psychischen Störungen - Störungen des Botenstoff- haushalts des Gehirns. Es gibt jedoch einen Botenstoff, der beeinflusst die Psyche und das Essverhalten - Serotonin. Doch bei den allermeisten Diäten wird auf die individuelle Stoffwechsellage (wichtig für die Bildung der Botenstoffe) kein Wert gelegt. Doch gerade darauf kommt es an.

Einfluss der Psyche
Erlebnisse aus der Kindheit können im Erwachsenenalter nachwirken und Menschen zu eigentlich nicht gewollten Verhaltensweisen trieben. Viele Abnehmwillige leiden unter psychischen Störungen – Störungen des Botenstoff- haushalts des Gehirns. Es gibt jedoch einen Botenstoff, der beeinflusst die Psyche und das Essverhalten – Serotonin. Doch bei den allermeisten Diäten wird auf die individuelle Stoffwechsellage (wichtig für die Bildung der Botenstoffe) kein Wert gelegt. Doch gerade darauf kommt es an.

Ein weiterer Aspekt, der normalerweise vergessen wird, ist die Psyche. Psychische Belastungen, die teils in der Kindheit ihre Ursprünge haben können, wirken sich auch auf das Stoffwechselgeschehen aus und können zur Dickleibigkeit führen. Hier sollte ein ausführliches Gespräch mit einem Therapeuten Klarheit verschaffen, ob Erlebnisse aus der Vergangenheit als auslösende Faktoren in Betracht kommen. Eine fantastische Möglichkeit, schnell die psychische Blockade zu ermitteln ist die Kinesiologie. Sie ist ein Muskeltestverfahren, welches erlaubt, die Wunden aus der Vergangenheit innerhalb kurzer Zeit zu bestimmten. Die Kinesiologie und KLASSISCHEN HOMÖOPATHIE sind zwei sehr potente Heilverfahren, um Stress und (Stoffwechsel-) Blockaden aus der Vergangenheit zu lösen.

Der Stoffwechsel des menschlichen Gehirns ist sicherlich noch nicht völlig erforscht. Immer wieder entdeckt man neue Botenstoffe zur Steuerung der verschiedensten Funktionen. Das labile Gleichgewicht der Stoffwechselreaktionen der Gehirnzellen wird durch einen Mangelzustand eines benötigten Stoffes empfindlich gestört. Daher besitzen psychische Veränderungen auch immer einen biochemischen Aspekt. Das weiß auch die Schulmedizin. Daher setzt sie zur Behandlung von Depressionen pharmakologische Substanzen ein, die in den Haushalt der Botenstoffe eingreifen.

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11. Böse Fette?

ButterFette werden in vielen Fällen zu Unrecht verteufelt. Der übermäßige Kohlenhydrat- verzehr ist in meinen Augen wesentlich gefährlicher.

Butter
Fette werden in vielen Fällen zu Unrecht verteufelt. Der übermäßige Kohlenhydrat- verzehr ist in meinen Augen wesentlich gefährlicher.

Fette sind tierischer (Fleisch, Butter, Fisch, Käse..) und pflanzlicher (Öle, Margarine) Herkunft und lassen sich in 3 Kategorien einteilen:

  • gesättigte Fettsäuren (hauptsächlich in Eiern, Fleisch, Milchprodukte)
  • ungesättigte Fettsäuren (z.B. Olivenöl)
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. Leinöl, Fischöl)

Fette sind lebensnotwendig, denn sie enthalten neben etlichen Vitaminen so genannte essentielle Fettsäuren und werden zur Bildung verschiedener Hormone benötigt. Die Fettverwertung wird beeinflusst, wenn Fette mit schlechten Kohlenhydraten kombiniert werden. Hier verändert das Insulin die normale Verwertung der Fette. Zu viele Fette (die durchschnittliche Ernährung besteht aus mindestens 40% Fett; der Höchstwert sollte jedoch 30% nicht überschreiten) in Verbindung mit zu vielen schlechten Kohlenhydraten führen zu einer Gewichtszunahme (siehe gute und schlechte Kohlenhydrate). Prinzipiell sollte bei diesem Ansatz der Gewichtsabnahme auf die Verwendung guter Fette geachtet werden. Die Wahl der Fette hat auch einen Einfluss auf die Höhe des Cholesterinspiegels, denn die Einnahme guter Fette hilft den Gehalt schlechter Fette im Blut zu senken. Dazu mehr unter Cholesterin.

Bei der Aufnahme von Fett alleine wird der Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, denn es wird keine Glukose ins Blut abgegeben. Folglich findet auch keine Abgabe von Insulin ins Blut statt. Der Verzicht auf Fett alleine macht nicht schlank. Die „Light-Welle“, die aus Amerika zu uns geschwappt ist, beweist es: Obwohl die Amerikaner am meisten auf fettreduzierte Diäten und Ernährung setzen, zählen sie zu den dicksten Völkern der Welt. Und zudem lässt sich der Verbraucher sehr leicht täuschen und in die Irre führen:

  • Früher durfte Fett noch nahrhaft sein, deswegen bestanden gewisse Interessensgruppen darauf, dass der Fettgehalt des Käse ohne Wasseranteil angegeben wurde. In der damaligen Zeit wollte man auf der Verpackung eines Käses als Beweis für den Nährwert hohe Prozentzahlen vorweisen und gab den Fettgehalt ohne Wasseranteil in %Fett i.Tr. = Prozent Fett in Trockenmasse an.
  • Heute ist Fett als Dickmacher verpönt, daher besteht Interesse, niedrige Prozentzahlen auf die Verpackung drucken zu können. Jetzt lautet die Angabe %Fett absolut. Hier wurde der Wassergehalt des Fettes mit eingerechnet, wodurch man optisch niedrigere Prozentwerte erreicht.
  • Der Fettanteil bei 20%Fett i.Tr. und 20%Fett absolut ist aber gleich. War Ihnen dies bewusst?

Der hohe Verzehr denaturierter Lebensmittel und der immense Zuckerkonsum führen zu Hyperinsulinismus, welcher die Speicherung der gleichzeitig mit der Nahrung aufgenommenen Fette in den Fettdepots fördert.. Die Fettreduktion alleine ist also nicht der Schlüssel zum Erfolg.

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12. Süßstoffe

AspartamDreidimensionales Modell des Süßstoffes Aspartam. Es gibt auch Kritiker dieses Stoffes, welche Aspartam nach Zerfall in seine Grundsubstanzen Asparaginsäure (40%), Phenylalanin (50%) (zwei Aminosäuren) sowie Methanol (10%) (ein Alkohol) schädigende Wirkungen zuschreiben. Im Falle der Aminosäuren soll es u.a. die hohe Menge freier ungebundener Aminosäuren sein. Methanol soll sich im Körper anreichern und auch schon in geringen Mengen Nerven schädigende Wirkung entfalten.

Aspartam
Dreidimensionales Modell des Süßstoffes Aspartam. Es gibt auch Kritiker dieses Stoffes, welche Aspartam nach Zerfall in seine Grundsubstanzen Asparaginsäure (40%), Phenylalanin (50%) (zwei Aminosäuren) sowie Methanol (10%) (ein Alkohol) schädigende Wirkungen zuschreiben. Im Falle der Aminosäuren soll es u.a. die hohe Menge freier ungebundener Aminosäuren sein. Methanol soll sich im Körper anreichern und auch schon in geringen Mengen Nerven schädigende Wirkung entfalten.

Ist es wirklich so, dass Süßstoffe ein gleichwertiger und ungefährlicher Ersatz für Zucker sind und uns beim Abnehmen unterstützen? Wenn man sich anschaut, wo Süßstoffe eingesetzt werden, könnten da leichte Zweifel aufkommen… Es gibt im Wesentlichen 4 Gruppen von Süßstoffen:

  • Saccharin:

    der älteste Süßstoff. Er wird vom Körper gar nicht aufgenommen und stand im Verdacht krebserregend zu sein.

  • Cyclamat:

    Auch hier wurde eine hitzige Krebsdiskussion geführt. Ihm wird Nachgeschmack nachgesagt.

  • Polyalkohole:

    Sie sind Massensüßstoffe und werden u.a. in Schokolade light, Bonbons und Kaugummis verwendet. (Die Angabe ‚zuckerfrei‘ bei diesen Produkten bedeutet nur, dass keine Saccharose enthalten ist. Es dürfen daher andere Kohlenhydrate wie Glukose, Fructose oder Zuckeralkohole wie Polyphenole enthalten sein. Diese haben aber den selben Nährwert wie die anderen Kohlenhydrate!).

  • Aspartam:

    Es wurde 1965 entdeckt und setzt sich aus den beiden natürlichen Aminosäuren Phenylanalin und Asparaginsäure zusammen.Selbst für höchste Dosen von 2,5mg pro kg Körpergewicht sind für Aspartam keine schädlichen Wirkungen nachgewiesen. Auch bei Aspartam stand ein krebsauslösender Effekt im Raum, konnte aber definitiv von der amerikanischen FDA (amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelkontrollbehörde) widerlegt werden. Eine Person mit 80 kg könnte gefahrlos etwa 150 Tabletten Aspartam (Handelsname Nutrasweet ®) über längere Zeit zu sich nehmen, ohne langfristig der Gefahr von Gesundheitsschädigungen ausgesetzt zu sein (nach WHO = Weltgesundheitsorganisation).

Die Verwendung eines Süßstoffes scheint in gesundheitlicher Hinsicht unbedenklich zu sein. Doch ein Problem lässt sich nicht leugnen: Der Organismus stellt sich beim Essen süßstoffgesüßter Speisen auf die Verstoffwechselung von Süße (Zucker und Kohlenhydraten) ein. Wegen der erwarteten Glukoseanflutung im Blut produziert der Organismus reichlich Insulin; die hohe Glukoseanflutung bleibt jedoch aus, weswegen der Insulinüberschuss im Blut Hungergefühle verursacht, die durch neuerliche Nahrungsaufnahme gestillt werden. In England untersuchte Dr. John Blundell von der Universtät Leeds den Einfluss der Süßstoffe auf den Stoffwechsel und die Nahrungsaufnahme.Er führte die Untersuchungsreihe bei Personen, die gerne naschten und Süßes aßen, durch. Morgens um 11.00 Uhr gab er seinen Versuchspersonen einen Joghurt mit Zucker (294kcal) oder mit Süßstoff (131kcal). Nach mind. 2 Stunden Wartezeit konnten die Versuchspersonen nach Herzenslust speisen. Sie konnten essen, wann, soviel und was sie wollten. Am Ende des Tages wurde die Kalorienaufnahme der einzelnen Versuchspersonen mit einander verglichen:

  • Die Versuchspersonen, welche den zuckergesüßten Joghurt am Morgen verspeist hatten, nahmen im Verlauf des Tages im Mittel 2.200 kcal zu sich.
  • Die Süßstoffgruppe, die kalorienarmen Joghurt gegessen hatte, brachte es im Laufe des Tages auf 2.400 Kalorien.
  • Das Ergebnis:
    „Wer Süßstoff nimmt, isst mehr. Unsere Zunge läst sich betrügen, unser Körper nicht“ (Dr. Blundell).

Aufgrund des vorher beschriebenen Phönomens werden Süßstoffe mit Erfolg in der Schweinemast eingesetzt. Es spricht prinzipiell nichts gegen eine Verwendung der Süßstoffe in der Küche, der Abnehmwillige sollte es aber mit der Verwendung der Süßstoffe auch nicht übertreiben, sonst stellen sich Hungergefühle ein….


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13. Der Organismus ist nicht dumm

D ie Art und Weise der Funktion des Stoffwechsels ist das Ergebnis einer langen Enwicklung. In Urzeiten waren Lebensmittel knapp und der homo sapiens musste viel jagen, um auch Fleisch auf den Speiseplan zu bekommen. in späteren Zeiten war das Angebot an Lebensmitteln nicht mehr ganz so beschränkt, aber immer noch so dürftig, dass vor allem eine nicht ausreichende Ernährung für viele Epidemien und Infektionskrankheiten gemacht wurden. Erst in jüngerer Vergangenheit hat sich die Ernährungssituation so verändert, dass wir keinen Hunger mehr leiden müssen und können Nahrung im Überfluss kaufen. Doch konnte sich der menschliche Stoffwechsel sich dieser rapiden Veränderung nicht so schnell anpassen. Er besitzt immer noch das „Stoffwechsel-Programm“ aus der Urzeit und im Labor Mensch wird jeder Nahrungsbestandteil optimal verwertet.Der Organismus prüft ganz genau, wie viel an Nahrung er zu sich nimmt, woraus die Nahrung (natürliche Kohlenhydrate, natürliche Fette, natürliche Eiweiße) besteht. Zucker mag noch so leer sein, ist natürlich, aber Süßstoffe sind künstlich. Der Bluff funktioniert nicht, der Stoffwechsel holt sich, worauf er eingestellt ist…


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14. Chemie gegen Fett

In der Zwischenzeit gibt es mehrere Substanzen, um auf chemischen Wege, den Gewichtsproblemen zu begegnen:

  • Lipasehemmer:

    Die Substanz Orlistat (Xenical®) hemmt das wichtigste Enzym der Fettverdauung, weswegen ca. 30% der aufgenommenen Fettmenge unverdaut über den Stuhl ausgeschieden werden. Studien zeigten, dass der Gewichtsverlust unter Xenical mit 10 kg um 4kg höher war als die Gewichtsreduktion in der Vergleichsgruppe, die ein Scheinmedikament erhielt (Durchschnitts- werte über 1 Jahr).Die Studienteilnehmer mussten sich allerdings kalorienreduziert (!) ernähren. Bei einer weniger strikten kalorienreduzierten Ernährung im zweiten Jahr soll sich das Gewicht sogar um 2 kg erhöht haben (Durchschnittswerte). Es gibt auch Berichte wesentlich höherer Gewichtsreduzierungen innerhalb recht kurzer Zeit (5kg in 2 Monaten).Doch die Frage ist, wie lange ist der Verwender dazu bereit, täglich 3 Tabletten einzunehmen. Beim Absetzen des Medikamentes zeigt sich im Normalfall eine rasche Gewichtszunahme. Es scheint so zu sein, dass die Einnahme von Orlistat die Zusammensetzung und den Geruch des Stuhls deutlich verändern und zum Teil auch schwierig beherrschbar machen kann. Orlistat ist in der BRD rezeptpflichtig.

  • Serotonin- oder Noradrenalinaufnahmehemmer:

    Die Substanz Sibutramin (Reduktil®) ist mit den Amphetaminen verwandt und hat ebenso wie diese einen Appetit dämpfenden Effekt. Eigentlich sollte Sibutramin als Antidepressivum eingesetzt werden, doch war der antidepressive Effekt zu gering. Der Effekt der Gewichtsabnahme ist ähnlich dem von Orlistat.Beim Absetzen es Medikamentes kommt es zum Jo-Jo-Effekt; es scheint so zu sein, dass die Personen, die mit Sibutramin am meisten abgenommen haben, auch wieder am meisten zunehmen.

  • Chitosan:

    Ist ein Abkömmling des Chitins, einer Substanz, die z.B. in Insekten, Schalen- und Krustentieren vorkommt. Es hat die Fähigkeit in hohem Maße Fett zu binden, da es ionisch positiv geladen ist und deswegen das negativ geladene Fett im Darm wie ein Magnet anzieht und bindet. Chitosan kann das 6- bis 8-Fache des Eigengewichts binden.Diese Bindung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, so dass einmal gebundenes Fett nicht mehr aufgenommen werden kann und ausgeschieden wird. Auch hier stellt sich die Frage, ob man langfristig bereit ist, täglich mehrere Tabletten einzunehmen, von den Kosten gar nicht zu reden. Und auch hier gibt es den Rebound- oder Jo-Jo-Effekt: Nach dem Absetzen der Einnahme klettert das Gewicht wieder nach oben.

  • Forschungen:

    Mehrere pharmazeutische Firmen forschen zurzeit an Produkten zum Abnehmen. So versucht man ein Medikament zu finden, um den Appetitanreger NPY zu blocken. Weiter sind in Amerika Bestrebungen im Gange, die Substanz Bromocriptin (eigentlich für Diabetes entwickelt) als Pille gegen Fettsucht zu etablieren.

Alle hier vorgestellten Substanzen führen zu einer Gewichtsreduktion. Jedoch sehe ich in diesen Substanzen nicht die Lösung des Problems, da in erster Linie nicht an der Ursache der Gewichtszunahme angesetzt wird. Es ist zu mechanistisch gedacht, dass eine Reduzierung der Fettaufnahme den Gewichts- und Fettzuwachs im Organismus verhindern könnte. Eine ähnliche Denkweise zeigt sich auch im Therapieansatz bei zu hohen Cholesterinspiegeln, die Fettaufnahme zu reduzieren; doch wie vielen Patienten ist es wirklich gelungen, durch starken Fettverzicht die Cholesterinspiegel in den normalen Bereich zu drücken? Die vorgelegten Studien zu oben genannten Substanzen wurden mit einer gleichzeitig realisierten Diät durchgeführt. Insofern ist vielleicht der Effekt der Gewichtsreduktion nicht alleine den eingenommenen Substanzen zuzuschreiben? Und was macht die Einnahme dieser Substanzen für einen Sinn, wenn nach dem Absetzen der Organismus wieder in die Phase der Gewichtszunahme zurückkehrt? Ist es da nicht besser, sich bezüglich der Mechanismen des Dickwerdens im Klaren zu sein, und durch konsequente Umstellung der Ernährung und Lebensweise vernünftig Gewicht zu verlieren und dann auch halten zu können?

Aufgrund neuerer Forschungen sollen sich die Ansichten über die Entstehung der Adipositas geändert haben:

  • Psychogene Theorien sollen weitgehend in den Hintergrund und genetische Aspekte in den Vordergrund getreten sein.
  • Die Adipositas entstehe durch ein Zusammenspiel genetischer Faktoren und Verhaltensmuster, wodurch ein Missverhältnis zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch entstehen soll. So entstehe eine positive Energiebilanz.
  • Die genetischen Faktoren könnten bislang nicht beeinflusst werden, aber durch eine Veränderung der Essgewohnheiten (richtig), durch eine Normalisierung des Fettverzehrs (bin ich auch dafür) und durch innovative Medikamente (muss nicht sein) könne eine Adipositas positiv beeinflusst werden.
  • Zusätzlich sei die Energiedichte in der Ernährung zu berücksichtigen. Fette haben eine Dichte von 9kcal/g, Alkohol von 7kcal/g Proteine und Kohlenhydrate von 4Kcal/g. Die aufgenommene höhere Energiedichte der Fette solle sich auf das Körpergewicht auswirken (da die Verbrennung von 1g Fett bei gleicher körperlicher Aktivität wesentlich mehr Zeit erfordert als die Verbrennung von 1g Kohlenhydrat).

Auch hier klingt die Argumentationskette irgendwie logisch. Genetische Faktoren werden allerdings gerne herangezogen, wenn die eigentlichen Gründe nicht bekannt sind (oder nicht erkannt oder verschleiert werden sollen?). Letztlich ist das Insulin der entscheidende Faktor für die Fettleibigkeit, wie in den vorausgegangenen Abschnitten dargelegt wurde. Die obigen Hypothesen zur Entstehung einer Adipositas machen aus einem kurzzeitigen Verwender solcher Fettblocker einen Dauerkunden. Sind deswegen diese neuen Hypothesen „entstanden“, um Betroffenen die Motivation zu geben, dem Fett über Pillen zu Leibe zu rücken? Vielleicht wäre es für den adipösen Menschen besser, sein vieles Geld in gute Aufklärungsliteratur zu stecken, sich bestens zu informieren, nur richtig gute Nahrung zu verzehren und auch davon einmal richtig gut essen (aber eben nur Gutes) zu gehen?

Kalorientheorie, viele Kohlenhydrate, willensschwach?, fettfreie Ernährung, Insulinresistenz, Hyperinsulinismus, Kohlenhydrate, Lebensmittel, Sport, Psyche, Fette, Süßstoffe, Dummer Organismsus?, Fettbinder, EiweißdrinksWirbelsäule, wichtige Mechanismen, Schlussbemerkung, eigene Erfahrungen

15. Eiweißdrinks – auch nicht die Lösung!

Chemische Struktur der Aminosäure MethioninChemische Struktur der Aminosäure Methionin Methionin ist z.B Ausgangsstoff für das Hormon Adrenalin, welches den Organismus auf Leistung einstellt. Es ist eine essentielle Aminosäure, da es vom Menschen selbst nicht hergestellt werden kann. Eiweiß ist die wichtigste Nahrungsquelle für den menschlichen Organismus. Bei nicht ausreichenden Aminosäurespiegeln im Blut reagiert der Körper mit einem Hungergefühl.

Chemische Struktur der Aminosäure Methionin
Chemische Struktur der Aminosäure Methionin Methionin ist z.B Ausgangsstoff für das Hormon Adrenalin, welches den Organismus auf Leistung einstellt. Es ist eine essentielle Aminosäure, da es vom Menschen selbst nicht hergestellt werden kann. Eiweiß ist die wichtigste Nahrungsquelle für den menschlichen Organismus. Bei nicht ausreichenden Aminosäurespiegeln im Blut reagiert der Körper mit einem Hungergefühl.

Vielerorts werden Eiweißdrinks zum Abnehmen angeboten. Hier nimmt man ca. 50g – 80g Eiweiß in Flüssigkeit gelöst als Ersatz für eine Mahlzeit ein. Diese Eiweiße liefern ca. 500 Kalorien pro Tag und versprechen ein Abnehmen ohne Muskelschwund. Da hier keine Kohlenhydrate zugeführt werden, kommt es zu einem Absinken des Blutzuckerspiegels und damit auch einer Verminderung der Insulinabgabe ins Blut. Der Stoffwechsel ist gezwungen, Energie über die Auflösung der Fettreserven zu gewinnen. Doch auch Proteindrinks haben Nachteile:

  • Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass es während einer ersten längeren Phase trotzdem zu einem Muskelschwund kommt, der ungefähr ab dem 20. Tag stoppt. Deswegen sind etwa 25% des Gewichtsverlusts auf Muskelschwund zurückzuführen (man muss aber auch zugeben, dass Übergewichtige normalerweise mehr Muskelmasse haben).
  • Unter diesen Proteindiäten findet ein reichlicher Salzverlust und mit ihm einhergehend ein Wasserverlust statt, was natürlich auch Einflüsse auf das Gewicht hat. In weiterer Folge können wegen eines massiven Wasserverlustes Blutdruckprobleme auftreten.
  • Wegen der fehlenden Kohlenhydrate verringern sich der Nartium- und Wassergehalt im Organismus und können niedrigen Blutdruck hervorrufen.
  • In den USA sind etwa 20 Todesfälle auf diese unsachgemäß durchgeführte Diätform zurückzuführen. Übermäßiger Verzehr von Proteinen kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Der Grund liegt in der Qualität der Eiweiße der Nahrung und in der begrenzten Fähigkeit des Organismus, Eiweiße in die körperliche Struktur einzubringen und mit der Stickstoffbelastung, die durch den Verzehr der Nahrungseiweiße entsteht, fertig zu werden.
  • Weitere Nebenwirkungen können in Form eines Anstiegs des Harnstoffs und der Harnsäure, als Haarausfall, Verstopfung, Müdigkeit und in vielen anderen Symptomen erscheinen.

Kalorientheorie, viele Kohlenhydrate, willensschwach?, fettfreie Ernährung, Insulinresistenz, Hyperinsulinismus, Kohlenhydrate, Lebensmittel, Sport, Psyche, Fette, Süßstoffe, Dummer Organismsus?, Fettbinder, EiweißdrinksWirbelsäule, wichtige Mechanismen, Schlussbemerkung, eigene Erfahrungen

16. Der Einfluss der Wirbelsäule

Wie ich im Kapitel NERVENSYSTEM beschrieben habe, ist durch die segmentale Gliederung der Wirbelsäule jedem Spinalnerv eine bestimmte Region im Körper zugeordnet. Über diesen Spinalnerv laufen die Steuerungsprozesse der Organe, die von diesem Nerv versorgt werden. Der Nerv, der über dem Brustwirbel 7 (TH7) austritt, versorgt unter anderem die Bauchspeicheldrüse. Blockaden dieses Nervs können eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse nach sich ziehen. Die Lösung einer Blockade des 7. Brustwirbels kann sich sehr positiv auf die Bauchspeicheldrüsenfuktion auswirken. Vor allem Diabetiker können feststellen, das die Beseitigung der Wirbelblockade den Blutzucker weniger stark schwanken lässt. Unter diesem Aspekt ist es immer einen Versuch wert, zu schauen, ob vielleicht eine Blockade des TH7 eine adäquate Funktion der Bauchspeicheldrüse gestört haben könnte.

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17. SCHLANKWERDEN OHNE PÜLVERCHEN, SHAKES usw…

  • In der ersten Phase der Stoffwechselveränderung soll der Körper Fett verbrennen. Diese Phase dauert etwa 14 Tage. In dieser Phase muss der Organismus die Glukosevorräte in den Fettzellen zur Energiegewinnung heranziehen, wodurch Fettzellen abgebaut werden.
  • Zuerst kommen die Glukosevorräte der Leber und der Muskel an die Reihe. Dieser Prozess dauert etwa 48 Stunden. Danach kommen – wenn die Ernährung jetzt nicht verändert wird – die anderen Fettdepots zum Abbau der gespeicherten Energie an die Reihe. Über die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) erfolgt die hormonelle Steuerung, um die Fettdepots zu leeren.
  • Im Zustand der Fettverbrennung (Lipolyse, Ketose) scheidet der Organismus Abbauprodukte des Fettstoffwechsels, so genannte Ketonkörper, welche mittels Teststäbchen leicht bestimmt werden können, über Atem und Urin aus.
  • Die Fettzellen werden entleert, wodurch sich Körperumfang und Körpergewicht verringern. Prinzipiell sollte diese Form einer Gewichtsabnahme nur nach Absprache mit einem Therapeuten vorgenommen werden, um Nebenwirkungen, wie sie bei bestimmten Nieren- oder Herzerkrankungen erscheinen können, auszuschließen.
  • Ein weiterer interessanter Ansatz zur Gewichtsabnahme ist, pro Mahlzeit die strikte Trennung von guten Kohlenhydraten und Fetten (schlechte Kohlenhydrate sollen sowieso obsolet sein), wie es die Methode Montignac empfiehlt:
    • Die Methode Montignac

      • Bei dieser Form der Diät muss der Körper zur Energiegewinnung die Fettdepots auflösen, wenn er keine oder nur wenige Kohlenhydrate über die Nahrung erhält.
      • Diese Methode der Zusammenstellung der Speisen ist besonders in der Abnehmphase geeignet und kann problemlos über Monate hinweg realisiert werden, da im Gegensatz zu anderen Diäten bei diesem Ansatz einer Gewichtsreduktion nicht gehungert werden muss.
      • Hat man das Wunschgewicht erreicht, kann man wieder gute Kohlenhydrate mit guten Fetten kombinieren. Da die Höhe der Insulinproduktion der zu verstoffwechselnden Menge der Kohlenhydrate angepasst ist, werden Fettsäuren kaum in den Fettzellen gespeichert und die Gefahr eines Gewichtsanstiegs minimiert.
        Diese Form der Speisenkomposition minimiert die Gefahren eines Hyperinsulinismus, einer Insulinresistenzund auch die Tendenz eines erneuten Gewichtsanstiegs.
      • Es kann problemlos zwischen der Gewichtsabnahmephase und Gewichtshaltephase gewechselt werden. Nach einer ausgeprägten Phase leiblicher Genüsse sollte es also nicht schwierig sein, wieder zum Wunschgewicht zu finden, wenn man sich wieder nach den Regeln der Abnehmphase ernährt.
      • Auch sollte der Hunger zwischendurch mit einem Stück Obst gestillt werden. So wird ohne großen Anstieg des Blutzuckers der Hunger gestillt und der Appetit auf schlechte Kohlenhydrate bleibt aus.
      • Prinzipiell sollte vor der Mahlzeit ein Stück Obst gegessen werden. Obwohl Obst Zucker in Form von Fructose enthält, ist es dennoch aus diätetischen Gesichtspunkten nicht bedenklich, da der Zucker aufgrund der Ballaststoffe nur langsam freigesetzt wird.
      • Daher wird die freigesetzte Energiemenge quasi für den direkten Bedarf verwendet. Obst sollte aber mit keiner anderen Speise kombiniert werden, da Obst enzymatische Prozesse zur Verstoffwechselung anderer Speisen inaktivieren kann oder die Säurebildung während der Stoffwechselprozesse noch verstärkt.

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18. Schlussbemerkung

Abnehmen ist nicht so schwierig, wenn man weiß, wie man abnehmen kann. Doch alle Bemühungen sind umsonst, wenn die Ernährungsgewohnheiten nicht verändert werden. Ist einmal die Tendenz zum Fettansatz vorhanden, geht sie so leicht nicht mehr weg. Nach meiner Erfahrung und die mehrerer Patienten gibt es schon verschiedene Ansätze für eine dauerhafte Gewichtsreduktion bis hin zum Wunschgewicht. Ein großer Aspekt liegt immer auf der REGULIERUNG DES SÄURE-BASEN-GLEICHGEWICHTES, ohne geht es nicht. Dies wird erreicht durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, der Einnahme entsäuernder Nahrungsergänzung und natürlich viel Disziplin.

Parallel dazu halte ich es persönlich für notwendig, dem Organismus ein einwandfreies Funktionieren der Stoffwechselvorgänge zu erleichtern. Deswegen empfehle ich zur Optimierung der Organfunktionen, den Organismus konsequent zu ENTSÄUERN, ZU ENTGIFTEN und den Vitalstoffmangel mit Produkten der ORTHOMOLEKULAREN MEDIZIN zu beheben.Bestimmte Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelemente sind für die Funktion der Bauchspeicheldrüse enorm wichtig. Und auch die Steuerung der Fettzellen ist auf eine ausreichende Anwesenheit dieser Zellvitalstoffe angewiesen.Doch leider finden wir diese Vitalstoffe immer weniger in unserer Nahrung, weswegen eine verminderte Organfunktion in vielen Fällen mit einem Vitalstoffmangel einhergeht. Es ist medizinisch anerkannt, dass die Substitution bestimmter Vitalstoffe eine Insulinresistenz vermindern und auch die Funktion der Bauchspeicheldrüse positiv beeinflussen kann.

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19. Eigene Erfahrungen

Selbst bin ich auch nicht davor gefeit, Gewicht zuzulegen. Auch in meinem Leben gingen die Pfunde schon öfters rauf und runter. Durch entsprechende Diäten habe ich regelmäßig an Gewicht verloren – und habe, da ich ebenfalls nicht die veränderten Ernährungsgewohnheiten beibehalten hatte, regelmäßig wieder Gewicht aufgebaut. Seit mehreren Monaten habe ich begonnen, meinen Organismus intensiv zu entgiften und zu entsäuern. Als Effekt stellt sich ein konsequenter – wenngleich auch nur im Grammbereich – Gewichtsverlust ein, der meiner Umwelt gar nicht auffällt. Innerhalb dieser Zeit bin ich zwar nicht zum Spargeltarzan mutiert, aber ich habe festgestellt, dass als Nebeneffekt der Stoffwechsel anders funktioniert. Nach etwa 3 Monaten habe ich etwa 5 kg verloren. Allerdings habe ich an den Wochenenden trotzdem regelmäßig gesündigt und auf die Freuden des Lebens nicht verzichet. In dieser Zeit habe ich unter der Woche recht konsequent sauermachende Nahrungsmittel nur in geringen Mengen zugeführt und vor allem Frischgemüse verspeist. Parallel dazu habe ich intensiv ENTSÄUERT und entgiftet.

Meine Entgiftungsmaßnahme umfasst einiges von den auf der Seite ENTGIFTUNG empfohlenen Techniken und geht drüber noch hinaus. Da dies eher dem paramedizinischen Bereich zuzuordnen ist, werde ich zu diesem Thema in der Sprechstunde darüber detailliert Auskunft erteilen. Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der SPRECHSTUNDE.

Diät ist eine Abkürzung und heißt: Dies Ärgernis täglich.
(Unbekannt)

Wichtig:


Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Verständnis!

HIER können Sie den Erstanamnesebogen downloaden oder ausdrucken.

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