Atlasblockade / Kopfgelenksblockade

Atlasblockade / Kopfgelenksblockade als Ursache vieler und chronischer Krankheiten

ANATOMISCHE GEGEBENHEITEN

Die Stellung der oberen Halswirbelsäule ist auch abhängig von der Stellung des Kreuzbeins. Die harte Hirnhaut im Rückenmarkskanal (= dura mater spinalis) ist bei der Verdrehungen der Wirbelsäule dafür verantwortlich, dass sich Fehlstellungen des Kreuzbeins auf die obere Halswirbelsäule und umgekehrt Blockaden der oberen HWS auf das Kreuzbein (und damit auf die Beckenstatik) auswirken können.

Schiefhaltung

Schiefhaltung
Starke Blockaden im Atlasbereich können aber auch Veränderungen der Stellung der sowie Wirbelsäule Position der Beckenschaufeln nach sich ziehen. Auch dann erscheint ein Bein länger. Daher sollte nach Möglichkeit immer an beiden Enden der Wirbelsäule mit der Behandlung angesetzt werden.

 Die harte Hirnhaut ist die Fortsetzung der dura mater cerebri (Hirnhaut im Kopf) ab dem Hinterhauptsloch. Mit ihrer äußeren Schicht ist sie mit mit den Bandscheiben verbunden. Die dura mater endet im Steißbeinsegment 2. Daher ist es verständlich, dass Fehlstellungen im einen Ende der Wirbelsäule sowohl Fehlstellungen am anderen Ende wie auch Probleme im gesamten Bereich der Wirbelsäule hervorrufen können.

Kippt die linke Beckenschaufel nach vorne und die rechte Beckenschaufel nach hinten, hat dies typischerweise folgende Konsequenzen:

  • das Kreuzbein kippt auf der linken Seite von oben betrachtet nach hinten
  • das rechte Bein „ist kürzer“ –
  • die Lendenwirbelsäule neigt sich mit dem Kreuzbein auf der nach der rechten Seite nach unten und muss sich dabei etwas verdrehen
  • dieser Verdrehung folgt weiter oben eine kompensatorische Ausgleichsdrehung
  • die Verdrehungen reichen bis in die obere Halswirbelsäule hinein und können dort zu einer Fehlstellung der gesamten HWS führen
  • letztere kann dazu führen, dass sich die Aufhängung des Kiefergelenks aufgrund der Fehlhaltung des Kopfes verändert, wodurch sich im Laufe der Zeit auch KIEFERGELENKSPROBLEME (Craniomandibuläre Dysfuktion = CMD) entwickeln können.

Eine gute Wirbelsäulen- / Beckenkorrektur sollte daher an beiden Enden der Wirbelsäule ansetzen. Mehr Infos über den Übeltäter Kreuzbein und zu dessen bestmöglicher Korrektur später an anderer Stelle.

Im Gegensatz zum Rest der Wirbelsäule besitzt die Halswirbelsäule (HWS) im Gelenk zum Hinterkopf (C0-C1; C ist die Abkürzung für Cervikalwirbel = Halswirbel) und im Gelenk zwischen Halswirbel 1 (= Atlas) und Halswirbel 2 (= Axis) (C1-C2) keine Bandscheiben. Möglich werden Bewegungen des Kopfes wie Drehung, Beugen, Streckung und das Neigen zur Seite durch die besondere Gelenkskonstruktion der oberen HWS-Wirbel und des Bandhalteapparates, der auch eine quer gerichtete Bewegung in den Gelenksflächen der oberen Halswirbel erlaubt.

Die beiden Kopfgelenke (C0-C1 und C1-C2) besitzen die Funktion eines Kugelgelenks, wobei durch das obere Kopfgelenk die Neigung zur Seite und nach vorne / hinten und durch das untere Kopfgelenk Drehung und ebenfalls die Neigung zur Seite und nach vorne / hinten ermöglicht werden. In Zusammenarbeit mit den anderen Gelenken der Halswirbelsäule sind so Drehen, Seitneigen, Beugen und Strecken des Kopfes möglich.

Die besondere Stellung dieser beiden Wirbel hat der Autor dieser Bilder, Lucien Montfils, auf den beiden Bilder sehr schön farbig hervorgehoben und kenntlich gemacht.

BIOMECHANIK

Wie oben erwähnt besitzt der Axis einen Dorn, welcher in den Atlas hineinragt, und um den sich der Atlas drehen kann. Dabei werden beide Wirbel von einer Bandstruktur (Ligamentum alaria, Ligamentum transversum, Ligamentum apicis dentis, Ligamentum cruciforme, Ligamentum longitudinale, Ligamentum nuchae sowie Membrana atlantooccipitalis anterior und posterior, Membrana tectoria) gehalten; Atlas und Axis sind also nicht starr miteinander verbunden.

Axis und Atlas

Axis und Atlas
Die beiden Bilder von Luicien Montfils zeigen die Lagebeziehung von Atlas (blaue Umrandung) und Axis (rote Umrandung) zueinander. Die Aufnahme wurde durch den geöffnete Mund gemacht. Dieses Bild wurde der Freien Enzyklopädie Wikipedia entnommen.
Beschreibung des Autors: X-Ray of the cervical spine (with opened mouth) in frontal direction, showing the relationship between C1 and C2. Left without, right with annotation. Blue outline is C1, red outline is C2. Bildquelle: Wikipedia

Während der Bewegungen des Kopfes verändern die beiden Halswirbel ihre Stellung zueinander. Beim Beugen des Kopfes nach vorne bewegen sie sich im Rücken voneinander weg und gehen dabei etwas auseinander, beim Strecken des Kopfes nach hinten wird der Winkel zueinander ganz klein. Neben den Bandstrukturen ist es vor allem die Nackenmuskulatur, welche für die Fixation des Kopfes auf der HWS zuständig ist.

Das obere Kopfgelenk ist vor allem für die Beugung und Streckung des Kopfes zuständig und erlaubt nur eine geringe Beweglichkeit beim Neigen zur Seite und bei der Rotation. Dieses Gelenk ist wegen seiner knöchernen Führung stabiler als das untere Kopfgelenk, welches eher durch Bänder geführt und gehalten wird. Dafür erlaubt dieses Gelenk zwischen C1-C2 gute Rotationsbewegungen sowie Beugung und Streckung. Miteinander gewährleisten beide Kopfgelenke die gute Beweglichkeit in der oberen HWS und erlauben alle Bewegungen eines Kugelgelenks.

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Axis und Atlas in der seitlichen Aufnahme
Diese Bilder stammen ebenfalls von Lucien Montfils. Bildquelle: Wikipedia. Beschreibung des Autors: X-Ray of the cervical spine in lateral direction, showing the relationship between C1 and C2. Left without, right with annotation. Blue outline is C1, red outline is C2.

Beim Drehen des Kopfes wird der Winkel der Halswirbel zueinander verändert: Bei einer Drehung des Kopfes zur linken Seite, nähern sich die Wirbel auf der linken Seite einander an und führen dabei eine leichte Drehung nach hinten aus. Dafür müssen sie sich auf der anderen Seite voneinander wegbewegen und öffnen, während sie sich leicht nach vorne drehen. Ebenfalls verschiebt sich der Atlas beim Drehen des Kopfes etwas zur linken Seite hin. Bei Seitneigung führen Atlas und Axis eine zueinander gegenläufige Rotation aus.

Die Beweglichkeit der unteren HWS wird je nach Stellung des Kopfes und der HWS vergrößert oder eingeschränkt. Tiefere Einblicke in diese Zusammenhänge verdeutlicht entsprechende Fachliteratur und will ich in diesem Rahmen nicht näher erläutern.

 FUNKTIONSSTÖRUNGEN DER HWS

Funktionsstörungen der HWS entstehen durch Verschiebungen der Wirbel, Schäden am Halteapparat und aufgrund starker Verspannungen der Muskulatur. Über diese Faktoren können Bewegungseinschränkungen der HWS und über Nerveneinklemmungen und Nervenquetschungen auch starke organische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Kiefergelenksbeschwerden, Benommenheit usw. ausgelöst werden. Neben degenerativen Veränderungen sind es in erster Linie Unfälle (z.B. Verkehrsunfälle mit Schleudertrauma, Stürze vom Wickeltisch oder Fahrrad), die für Störungen der HWS verantwortlich sind.

Axis und AtlasZeichnungen des Anatomiezeichners Gray

Axis und Atlas
Zeichnungen des Anatomiezeichners Gray

Im Laufe des Lebens ist jeder Mensch verschiedensten traumatischen Situationen ausgesetzt. Die erste und mit die gefährlichste ist, so komisch es klingen mag, die Geburt. Schon eine gut gemeinte, vorsichtig ausgeführte „manuelle Nachhilfe“ während des Geburtsvorgangs durch leichten Zug am Kopf, um die Austreibungsphase zu verbessern, kann dazu führen, dass sich Verschiebungen in der gesamten HWS und besonders der Kopfgelenke zwischen Hinterkopf und Atlas und/oder Atlas und Axis einstellen. Da die Haltestrukturen bei Säuglingen noch nicht fest ausgeprägt sind, können zusätzliche, geburtsunterstützende Maßnahmen wie Saugglocke oder Zange (etwa bei 10% der Geburten) noch viel schneller zu Atlas- und Axisblockaden führen. Besondere Vorsicht ist beim Kaiserschnitt geboten (siehe auch KINDERCHIROPRAKTIK).

Aber auch als „unbedeutende Einwirkungen“ eingestufte Ereignisse können wegen des überproportional großen und schweren Kopfes von Säuglingen und Kleinkindern zu Schäden der Haltestrukturen und Wirbelblockaden führen. Nach der Geburt ist der Halteapparat noch viel zu schwach, das Neugeborene kann den Kopf noch nicht einmal richtig anheben. Erst mit 3 Wochen ist der Säugling fähig, den Kopf kurz zu erheben und nach dem dritten Lebensmonat erst richtig halten. Gerade in dieser Zeit können durch Unachtsamkeiten und leichte „Unfälle“ (plötzliches Abkippen oder Anschlagen des Kopfes) Schäden gesetzt werden an der HWS, die später zu massiven Blockierungen führen.

Kinder mit Blockaden in der oberen HWS entwickeln sich unter Umständen zu so genannten „Schreikindern“. Es scheint so zu sein, dass Fehlstellungen und muskuläre Verspannungen nächtliche Schmerzen hervorrufen, welche den Schlaf stören und zu den Schreiattacken führen.

Erst nach einem Alter von etwa 2 Jahren setzen Kinder lautes Schreien bewusst manipulativ ein. Bis zum zweiten Lebensjahr hat lautes Schreien von Kleinkindern andere Hintergründe. Ein möglicher Grund können eben Schmerzen aufgrund von Problemen der oberen HWS sein.

MigräneIn sehr vielen Fällen löst eine Fehlstellung der Halswirbelsäule und / oder Kopfgelenke Kopfschmerz und Migräne aus. Die sich immer stärker aufbauenden Verspannungen und Blockaden werden gar nicht als solche wahrgenommen. Kommt noch eine psychische Belastung oder z.B. hormoneller Stress wie durch die Regelblutung hinzu, bringt dies das Fass zum Überlaufen. Die Tablette kann zwar die Beschwerde, aber nicht die Ursachen beseitigen. Solch ein Problem muss immer von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Bei Kindern können z.B. Unfälle Kopfschmerz und Migräne auslösen. Das Bild zeigt Aura und zickzackförmige Sehstörungen, wie sie ein Migränepatient empfindet.

Migräne
In sehr vielen Fällen löst eine Fehlstellung der Halswirbelsäule und / oder Kopfgelenke Kopfschmerz und Migräne aus. Die sich immer stärker aufbauenden Verspannungen und Blockaden werden gar nicht als solche wahrgenommen. Kommt noch eine psychische Belastung oder z.B. hormoneller Stress wie durch die Regelblutung hinzu, bringt dies das Fass möglicherweise zum Überlaufen. Die Tablette kann zwar die Beschwerde, aber nicht die Ursachen beseitigen. Solch ein Problem muss immer von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Bei Kindern können z.B. Unfälle Kopfschmerz und Migräne auslösen.
Das Bild zeigt Aura und zickzackförmige Sehstörungen, wie sie ein Migränepatient empfindet.

Ebenso sind es Unfälle – egal ob bei Kindern oder Erwachsenen – mit „gutem Ausgang“ (vielleicht auch nur etwas Kopfweh über kurze Zeit), welche unbemerkte Schädigungen an der HWS hervorrufen können. Beispiele: Fall vom Wickeltisch oder Couch, Sturz vom Fahrrad, Verkehrsunfälle (mit oder ohne Schleudertrauma), Sportunfälle mit Sturz auf den Kopf, Fallen vom Baum, heftiges Anschlagen des Kopfes (Laufenlernen), Stürze beim Schifahren, kräftige Schläge auf den Kopf (Ballsportarten!), heftig den Kopf anstoßen usw….

Je älter der Mensch ist, um so mehr kann er zwar auf die HWS einwirkende Kräfte über eine Anspannung der Muskulatur und Stabilität des Halteapparates abfangen, wird aber ab einer bestimmten Krafteinwirkung bleibenden Schäden an der HWS nicht entgehen können. Viele Betroffene klagen dann über langsam oder auch plötzlich einsetzende und trotz aller Behandlungen nicht enden wollende Beschwerden nach einem Verkehrsunfall mit Schleudertrauma oder sonstigen Unfällen.

EXKURS „VEGETATIVES NERVEN-SYSTEM“

Für das weitere Verständnis möglicher Auswirkungen von Blockaden der HWS ist es wichtig, zu verstehen, wie der menschliche Organismus gesteuert wird. Deswegen müssen wir uns mit in groben Zügen mit den beiden Komponenten des vegetativen Nervensystems beschäftigen:

Das Nervensystem Aufbau des Nervensystems mit Sympathikus (= rote Linien) und Vagus (= blaue Linien). Blockaden der Wirbelsäule können Steuerungsimpulse, die über die Nervenbahnen ausgesendet werden, verändern, was zu Störungen der Organfunktionen führen kann.

Das Nervensystem
Aufbau des Nervensystems mit Sympathikus (= rote Linien) und Vagus (= blaue Linien). Blockaden der Wirbelsäule können Steuerungsimpulse, die über die Nervenbahnen ausgesendet werden, verändern, was zu Störungen der Organfunktionen führen kann.

Der Sympathikus ist der Teil des unwillkürlichen Nervensystems, welcher den Körper auf „Leistung trimmt“. Dazu erhöht er den Blutdruck, steigert die Aktivität von Herz und Atmung, stellt die Pupillen weit, vergrößert die Schweißabsonderung u.a.m.. Gleichzeitig schränkt eine Sympathikusdominanz im Nervensystem die Darmtätigkeit und die Funktion (Abgabe von Sekreten) innerer Drüsen ein.

Der Kontrapart des Sympathikus ist der Vagus (= Parasympathikus) ist zuständig für die Pupillenverengung und Akkomodation (Anpassung), Abgabe dünnflüssigen Speichels und Schweißes, Verlangsamung der Herztätigkeit und der Lungenaktivität, Anregung der Drüsen- und Darmaktivität im Magen-Darm-Trakt. Er ist zuständig für die Entleerung der Blase und des Mastdarms, für die Erektion sowie gefäßerweiternde und schweißhemmende Funktionen.

Diese beiden Teile des vegetativen Nervensystems „konkurrieren“ zwar miteinander, aber die Balance zueinander – in den Ruhephasen überwiegt die Funktion des Vagus, in Aktivitätsphasen besitzt der Sympathikus das Kommando – bewirkt sowohl die Möglichkeit zur Leistung als auch die Herbeiführung notwendiger Erholungsphasen. Gerät dieses sensible Gleichgewicht aus den Fugen, kann sich der Vagus z.B. auch in den Ruhephasen nicht mehr durchsetzen und die vagoton (= vom Vagus) gesteuerten Organfunktionen leiden.

WAS PASSIERT BEI EINER ATLASBLOCKADE ODER KOPFGELENKSBLOCKADE?

Durch Traumata kann der Atlas aus seinen Aufnahmepunkten am hinteren Schädel wandern. Dabei kann sich der Atlas etwas zur Seite verlagern, leicht kippen und sich noch dabei verdrehen. In der Folge wird der Raum im Ring des Atlas für das Rückenmark kleiner und es kommt zu einem Dauerdruck auf das Rückenmark mit Störungen im sympathischen Nervensystem, wodurch der Organismus auf Dauerhöchstleistung eingestellt wird.

Der menschliche Organismus gerät so in eine erhöhte Erregbarkeit – gesteuert durch den Sympathikus -, weswegen das vegetative Nervensystem auf Dauer(höchst)leistung umschaltet und die einzelnen Organe entsprechend aktiviert oder sediert (beruhigt).

Mögliche Symptome eines Sympathikusstresses (= Sympathikotonie):

BlutdruckmessungAtlasblockaden mit Aktivierung des Sym- pathikus können den Blutdruck ansteigen lassen. Nach Unfällen mit Einwirkungen im Hals- und / oder Kopfbereich ist eine Korrektur der Fehlstellungen daher empfeh- lenswert. Vor allem der zweite Wert der Blutdruckmessung sollte niedrig sein, denn er gibt an, welcher Druck nach der Erschlaffung des Herzens im Gefäßsystem als Grundbelastung vorhanden ist.

Blutdruckmessung
Atlasblockaden mit Aktivierung des Sympathikus können den Blutdruck ansteigen lassen. Nach Unfällen mit Einwirkungen im Hals- und / oder Kopfbereich ist eine Korrektur der Fehlstellungen daher empfehlenswert. Vor allem der zweite Wert der Blutdruckmessung sollte niedrig sein, denn er gibt an, welcher Druck nach der Erschlaffung des Herzens im Gefäßsystem als Grundbelastung vorhanden ist.

  • Blutdrucksteigerung
  • Ohrgeräusche
  • Störungen des Gedächtnisses, der Konzentration und Merkfähigkeit
  • psychische Störungen bis hin zu Depressionen
  • Herzattacken bis hin zu Rhythmusstörungen des Herzens
  • gestörte Darmtätigkeit mit möglicher Verminderung der Aufnahme von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren, was zu enormen Beeinträchtigungen des Stoffwechsles und Folgeerkrankungen führen kann
  • Schlafstörungen
  • Störungen des vegetativen Nervensystems (Schweißregulation, Verdauungsstörungen….)
  • Gereiztheit und Empfindlichkeit gegen äußere Reize
  • starke Empfindlichkeit gegen Sinnesreize
  • kalte Hände und / oder Füße
  • Störungen der Temperaturregulation
  • Irritationen des Hormonhaushaltes
  • Störungen der Blutverteilung (z.B. Gesicht sehr blass)
  • Sehstörungen mit wechselnder Intensität – der Augenarzt kann aber nichts finden
  • usw……

Und die wenigsten Therapeuten bringen Erkrankungen wie

  • Multiple Sklerose (Erkrankung des Nervensystems)
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn (beides entzündliche Darmerkrankungen)
  • (chronische) Kopfschmerzen, Migräne
  • hormonelle Störungen
  • Allergien
  • Eiweißunverträglichkeiten
  • Schwindel
  • Ohrgeräusche
  • Skoliose
  • Beckenprobleme
  • Morbus Parkinson
  • Morbus Alzheimer
  • Neurodermitis
  • wiederkehrende HNO-Infektionen (Hals, Nase, Ohren)
  • Schuppenflechte
  • chronische Verdauungsschwäche und Darmprobleme
  • Augenprobleme und auch
  • viele andere Erkrankungen mit einer Atlasblockade in Zusammenhang.

Die Zusammenhänge werden verständlich, wenn man weiß, dass eine dauerhafte Sympathikusdominanz auch Auswirkungen auf die Darmkeime, die Darmschelimhaut und auch auf das gesamte Hormonsystem besitzt. Es wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, wodurch die Regelkreise zur Bildung anderer Hormone gestört werden. Am Ende kann das ganze Hormonsystem durcheinander geraten.

Daher erfolgt die Behandlung meist nicht kausal in Form einer Lösung der Atlasblockade (sofern ursächlich beteiligt), sondern mit Symptome unterdrückenden Pharmaka. Es muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass es für die oben genannten Erkrankungen auch genügend andere Ursachen gibt. Meiner Meinung nach ist es aber nie verkehrt, Blockaden der oberen HWS als Krankheitsfaktor auszuschließen, denn dann kann die Therapie weit zielgerichteter gestaltet werden. Auf der Seite BIOCHEMIE habe ich versucht, auf die Stoffwechselproblematik, wie sie über Sickstoffmonoxid (= NO) aufgrund von Blockaden im Nervensystem ausgelöst wird, etwas näher einzugehen.

Bei vielen der oben genannten Symptome oder Erkrankungen ist ein Vitalstoffmangel (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Aminosäuren, Fettsäuren) aufgrund einer gestörten Darmtätigkeit auslösender Faktor. Nimmt der Darm z.B. zu geringe Mengen des Spurenelementes „Zink“ auf, kann nicht genügend Vitamin B6 in seine stoffwechselaktive Form gebracht werden.

Damit entwickelt der Körper Defizite in der Verstoffwechselung von Eiweißen und Kohlenhydraten. Läuft die Zerlegung der Eiweiße nicht richtig ab, kann eine mengengerechte Bildung einiger Neurotransmitter für das Gehirn vielleicht nicht richtig ablaufen. ADS- /  ADHS-Symptome können sich entwickeln – evtl.  nur über eine Blockade der Kopfgelenke/oberen HWS ausgelöst.

Vitamin B6 ist Bestandteil vieler Enzyme. Stoffwechselprozesse werden von Enzymen angeregt und laufen über chemische Reaktionen ab. Ein Enzym ermöglicht eine Stoffwechselkaskade, wird dabei aber selbst nicht zerstört. Über Enzyme werden Stoffe gebildet oder auch abgebaut. Allergie auslösendes Histamin (von Heuschnupfen Geplagte wissen, wovon ich rede) wird über die Enzyme Mono- und Diaminoxidase im Darm abgebaut. Ein Vitalstoffmangel aufgrund einer Kopfgelenksblockade mit Darmfunktionsstörungen bringt unter Umständen folgende dramatische Kettenreaktionen in Gang:

  • Fehlt Zink, kann Vitamin B6 nicht in seine aktive Form überführt werden;
  • zu wenig B6 bedeutet eine zu geringe Aktivität der Enzyme Mono- und Diaminooxidase
  • dies bedeutet, dass zu wenig Histamin im Darm abgebaut wird.

    Geschwürige DarmentzündungDie Schleimhaut ist schon chronisch gerötet und zeigt eine entzündliche Tendenz. Über Veränderungen des Vitaminhaushaltes, des Säuregrads im Darm und eine schlechte Darmkeim- besiedelung sind Störungen der Schleinhaut des Darms möglich. All diese Prozesse können von einer Blockade des Atlas ausgelöst werden.

    Geschwürige Darmentzündung
    Die Schleimhaut ist schon chronisch gerötet und zeigt eine entzündliche Tendenz. Über Veränderungen des Vitaminhaushaltes, des Säuregrades im Darm und eine schlechte Darmkeimbesiedelung sind Störungen der Schleimhaut des Darms möglich. All diese Prozesse können von einer Blockade des Atlas ausgelöst werden.

Jetzt entwickelt der kopfgelenksblockierte Patient eventuell allergische Symptome, die allerdings nicht aufgrund einer echten Allergie entstehen, sondern wegen des Überangebots an Histamin aufgrund eines Zink- / Vitamin B6-Mangels nur vorgetäuscht sind. Aber wer kommt schon auf den Gedanken, dass allergische Symptome auch über eine Blockade der Kopfgelenke ausgelöst ein könnten? Hätten Sie das erwartet? Wer kommt schon auf den Gedanken, dass das Gefühl des „Ausgepowertseins“ (gestörte Vagusfunktion = gestörte Darmaktivität = verringerte Aufnahme von Vitalstoffen) und ein unerquicklicher Schlaf ebenfalls über eine Kopfgelenksblockade ausgelöst werden können?

Infos zur Wichtigkeit von Vitalstoffen wie Vitaminen, Spurenelementen, Fettsäuren, Mineralien und Aminosäuren finden sie auf der Seiten zur ORTHOMOLEKULAREN MEDIZIN und ADS/ADHS und LEGASTHENIE.

Auch durch eine Verdrehung oder Verkantung der Wirbel der unteren HWS kann die in den Querfortsätzen verlaufende Blutversorgung des Gehirns dauerhaft eingeschränkt werden. Gleiches trifft bei einer Blockade in den Kopfgelenken zu.

Die Blutversorgung des Gehirns kann dann bei Drehungen des Kopfes noch zusätzlich hochgradig vermindert werden, weswegen Betroffene bei bestimmten Bewegungen schnell über Schwindel klagen. Wegen einer verringerten Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr auf dem Blutweg leiden Gedächtnisfunktionen mit Störungen im Kurzzeit-, Langzeitgedächtnisses, Konzentration (ADS, ADHS) und aufgrund gestörter Stoffwechselprozesse gerät das Gehirn in ein Neurotransmitterdefizit mit Auswirkungen im psychischen Bereich (z.B. Depressionen, Aggressionen, Stimmungswechsel, Schizophrenie, Psychosen…).

UNFÄLLE – GOTT SEI DANK, NICHTS PASSIERT –
ABER SPÄTER KANN ES DICK KOMMEN!

In den Anamnesegesprächen (Anamnese = Erhebung der Vorgeschichte der Beschwerden) zeigt es sich, dass länger zurückliegende Unfälle ein häufiger Grund einer Atlasblockade sein könnten. Der Verlauf der Beschwerden ist typisch: Anfangs hat man leichte Beschwerden, misst dem aber keine Bedeutung bei, weil man nach relativ kurzer Zeit wieder schmerzfrei ist oder gar keine richtigen Schmerzen verspürt hatte.

Oft wird die Verbesserung des Zustandes mit Krankengymnastik, Physiotherapie und Hilfsmitteln (Halskrause) innerhalb kurzer Zeit erreicht. Jedoch bedeutet das Verschwinden der Symptomatik nicht, dass auch die Unregelmäßigkeiten / Störungen / Schäden / Fehlstellungen der HWS behoben sind. Schmerzfreiheit bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist! Die Störungen bleiben allerdings symptomlos weiter bestehen und besitzen eventuell die Tendenz, sich im Laufe der Zeit immer mehr zu verschlimmern.

Nach einigen Jahren erscheinen langsam Beschwerden, die allerdings NICHT IMMER MIT DER WIRBELSÄULE IN ZUSAMMENHANG gebracht werden. Folglich werden sie erst mit Medikamenten sowohl der konservativen als auch der naturheilkundlichen Medizin mit wechselndem Erfolg behandelt. Erst wenn sich starke, evtl. chronische Beschwerden im Kopfbereich einstellen, beginnt man, an die Wirbelsäule als eventuellen Auslöser allen Übels ins Kalkül zu ziehen.

Aber nicht jeder Therapeut erkennt die Wirbelsäule als Krankheitsauslöser an. Daher kann das Martyrium der Beschwerden über längere Zeit nur mit Medikamenten gebessert werden, wenn der Betroffene nicht seinem Gefühl vertraut und den gut gemeinten (aber leider falschen) Empfehlungen des Behandlers Folge leistet und auf manuelle Therapien der Wirbelsäule verzichtet. Meist besitzen Frauen einen 7. Sinn und spüren, wo die ganzen Beschwerden ausgelöst werden……

Oft sind es eben die lange zurückliegenden Begebenheiten und Unfälle, denen man gar keine große Bedeutung zugemsessen hatte, die für eine Blockade der Kopfgelenke verantwortlich sind. Viele Betroffene haben sogar Verkehrsunfälle vergessen; an die Blessuren der frühen Kindheit kann man sich sowieso nicht erinnern.

AtlasfehlstellungNach einem Autounfall stellte sich bei diesem jungen Mann eine Atlasfehlstellung ein. Der Atlas war zur rechten Seite verschoben, weswegen auch das rechte Ohr etwas höher steht, wie auf dem Bild sehr schön zu sehen ist. Die schiefe Haltung des Kopfes fiel dem jungen Mann selbst auf. Er versuchte bewusst, den Kopf normal zu halten.

Atlasfehlstellung
Nach einem Autounfall stellte sich bei diesem jungen Mann eine Atlasfehlstellung ein. Der Atlas war zur rechten Seite verschoben, weswegen auch das rechte Ohr etwas höher steht, wie auf dem Bild sehr schön zu sehen ist. Die schiefe Haltung des Kopfes fiel dem jungen Mann selbst auf. Er versuchte bewusst, den Kopf normal zu halten.

Öfters höre ich im zweiten Termin: „Da war übrigens doch ein Unfall…..“ Und sehr oft ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Trauma und Auftauchen der Beschwerden erkennbar. Eine Behandlung mit physiotherapeutischen Methoden und / oder orthopädischen Hilfsmitteln mit dem Erfolg des Ausbleibens weiterer Beschwerden ist kein Garant für eine Beseitigung des Grundes der gesundheitlichen Probleme.

Die im Falle eines Unfalls auf die HWS einwirkenden Kräfte werden leicht unterschätzt. Der Umweltmediziner KUKLINSKI, Rostock, berichtet in einem sehr schönen Beispiel, dass bei einem Fall aus einer Höhe von 2,60m auf den Kopf (Kopfgewicht 4,5 kg) die gleiche Energie auf den Kopf einwirken würde, wenn der Fahrer eines PKW mit etwa 105 km/h frontal gegen die Wand fährt.

Die Kraft, die auf den Querschnitt der HWS einwirkt, ist nach Kuklinski etwa 7-mal größer beim Sturz aus einer Höhe von 2,60m als bei einem Unfall frontal gegen die Wand. Der Grund liegt in der großen energieverzehrenden Knautschzone des KFZ. Hält man sich diese Tatsache vor Augen, kann man sich leicht vorstellen, welche tragische Konsequenzen ein Sturz / Unfall auf den Kopf im Säuglings- (der Halteapparat ist noch nicht sehr fest!) oder Kindesalter haben kann, auch wenn keine direkt sichtbaren Beschwerden danach auftreten!

LÖSUNG EINER ATLASBLOCKADE

Bei einer Atlasblockade finden sich immer Wirbelblockaden, Wirbelverschiebungen und muskuläre Verspannungen gleichzeitig. Ein äußeres Zeichen des Syndroms ist eine Verschiebung des Sitzes des Hinterkopfes. Die Seite der stärker verspannten Hals- und Hinterkopfmuskulatur steht oft tiefer und die Haltung des Kopfes wird oft mit einer unbewussten Schiefhaltung des Kopfes korrigiert.

Auf dem Bild etwas weiter unten ist sehr schön zu sehen, dass bei an den Hinterhauptsschuppen angelegten Fingern der Abstand auf der linken Körperseite größer ist. Parallel dazu ist meist der Atlas auf einer Seite besser tastbar (unterhalb des Ohres zwischen Kieferwinkel und Mastoid (der nach unten spitz zulaufende Knochen hinter und unter dem Ohrloch) und auch recht schmerzempfindlich bei Berührung.

Bei vielen Menschen zeigt sich folgender Befund:

    • Das rechte Bein ist kürzer
    • Die rechte Schulter steht tiefer
    • Der zweite Halswirbel (Axis) ist nach vorne verdreht und nach links verschoben
    • Der erste Halswirbel ist nach rechts verschoben, verkantet und nach links unten gekippt.
    • Die vorderen Halsgefäße sind auf der rechten Seite etwas geschwollen.

Die Muskulatur im hinteren Halsbereich ist typischerweise stark verspannt. Daher sollte vor einer Korrektur eine Verspannung der Muskulatur durch Massage, Triggerpunktbehandlung, vorbereitende Lockerung der Kopfgelenke oder auf andere Weise glockert und gelöst werden. Die eigentliche Reposition der verschobenen Wirbel erfolgt in mehreren Einzelschritten, wobei immer die komplette HWS (und Brustwirbelsäule, Becken!) gerichtet werden sollte. Eine isolierte Behandlung eines der ersten beiden Halswirbel bzw. nur der beiden ersten Wirbel sollte meiner Ansicht nach nicht erfolgen, da aufgrund der Verbindung der Dura Mater (siehe weiter oben) eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet.

Eine Repositionierung fehlstehender Wirbel über MODERNE chiropraktische Techniken ist normalerweise sicher und für Betroffene jeglichen Alters (sofern keine Kontraindikationen vorliegen) geeignet. Zu Unrecht wurde die moderne Chiropraktik (griechisch: chiros = die Hand, Praxis = Ausübung, also eine Therapie, die mit der Hand ausgeübt wird) in den letzten Jahren als gefährliche Therapie abgestempelt.

AtlasfehlstellungVerschobene HWS einer jungen Frau. Der Hinterkopf "saß" nicht mehr richtig" auf der HWS.

Atlasfehlstellung
Verschobene HWS einer jungen Frau. Der Hinterkopf „saß“ nicht mehr richtig“ auf der HWS.

Wie viele Bereiche der Medizin hat sich die Chiropraktik in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt und sehr sichere Grifftechniken für den empfindlichen Bereich der oberen HWS geschaffen. Die Reposition ist in manchen Fällen mit einem Knacken verbunden, aber – richtig durchgeführt – normalerweise völlig ungefährlich. Die Chiropraktik ist im Laufe von Jahrtausenden entstanden. Wenn sie wirklich so gesundheitsschädigend wäre, wie teilweise behauptet wird, wäre sie als Heilverfahren schon lange verschwunden.

Die eigentlich gut gemeinten Warnungen vor chiropraktischen Anwendungen sind entstanden, weil ein „Uraltgriff“ zu Verletzungen geführt hat. Die Anwendung des verletzungsträchtigen Griffes könnte ungefähr wie folgt beschrieben werden: Der Therapeut steht hinter dem Patienten und fixiert den Kopf am Kinn mit dem Ellbogen seines abgewinkelten Armes und dreht den Kopf zur einen Seite, um Schwung zu holen. Dann wird der Kopf mit Tempo zur anderen Seite maximal gedreht und währenddessen nach oben gezogen.

Dabei kann es passieren, dass der Kopf über den maximalen Bewegungsspielraum hinaus gedreht wird. Dieser Griff aus frühen Jahren erlaubt die gleichzeitige Korrektur aller Halswirbel in einem Arbeitsgang, birgt aber die Gefahr, dass blutversogende Gefäße in der Halswirbelsäule einreißen und zu Einblutungen führen.

Daniel David Palmer, USA (1845-1913) Begründer der Chiropraktik. Palmer kurierte den Pförtner Harvey Lillard am 18. September 1895 von seiner Schwer- hörigkeit, die nach anstrengender Arbeit erschienen war, indem er einen fehl- stehenden Brustwirbel durch Druck am Querfortsatz wieder in seine korrekte Position brachte.

Daniel David Palmer, USA (1845-1913)
Begründer der Chiropraktik. Palmer kurierte den Pförtner Harvey Lillard am 18. September 1895 von seiner Schwerhörigkeit, die nach anstrengender Arbeit erschienen war, indem er einen fehlstehenden Brustwirbel durch Druck am Querfortsatz wieder in seine korrekte Position brachte.

Eine so ausgelöste Minderdurchblutung des Gehirns kann das Absterben einzelner Gehirnzellen, ganzer Gehirnareale (bezeichnet als Gehirnschlag = Apoplex) und sogar den Tod zur Folge haben. Die Korrekturgriffe moderner Chiropraktik werden alle innerhalb des Rahmens des physiologischen Bewegungsmaximums durchgeführt und sollten daher kein Verletzungsrisiko beinhalten.

WÄHREND UND NACH EINER ATLAS- KORREKTUR

Schon während einer Behandlung treten bei den meisten Personen Veränderungen auf. Neben dem Gefühl, dass es „da oben entspannter ist“ zeigt sich öfters ein langsam einsetzendes Gefühl, welches in Armen, Beinen oder auch im ganzen Körper auftreten kann.

Nach vollzogener Atlaskorrektur können sich bedeutende Veränderungen im Befinden einstellen: Schwindel kann plötzlich verschwinden, Ohrgeräusche werden leichter, Geist und Sehen werden spontan klarer und vor allem zeigt sich eine gelungene Korrektur in einer Lösung des Engegefühls im oberen Kopfbereich, der Kopf fühlt sich manchmal an, als ob er doppelt so breit wäre.

Patienten berichten immer wieder über ein plötzliches, weites Gefühl im Oberkopf vor allem bei der ersten Korrektur. Öfters höre ich auch Bemerkungen wie „ich bin jetzt richtig müde, ich könnte jetzt schlafen“ – meist begleitet von einem tiefen Gähnen. Diese Reaktion ist ein wunderbares Zeichen, denn nach der Lösung des Sympathikusstresses gönnt sich der überforderte Organismus eine Erholungspause.

Die Querfortsätze des Atlas sind jetzt normalerweise beidseits gleichmäßig gut spürbar und die Empfindlichkeit des Querfortsatzes der blockierten Seite ist typischerweise so gut wie verschwunden. In den folgenden Wochen empfiehlt sich eine Nachbehandlung muskulärer Strukturen mit Kontrolle mit eventueller Korrektur der Atlasposition. Der Grund liegt in einer starken Verfestigung muskulärer Strukturen während der Zeit (im schlimmsten Falle von Geburt an) der Atlasfehlstellung.

NOTA BENE:

Schon vor der eigentlichen Atlaskorrektur sollte eine Korrektur eines Beckenschiefstandes erfolgen, denn über die harte Hirnhaut, die so genannte Dura mater, sind Becken und obere HWS fest miteinander verbunden (siehe oben). In anderen Behandlungsformen wird diese Verbindung als cranio-sacrales-System bezeichnet (Cranium = Schädel; os sacrum = Kreuzbein im Becken). Ein Beckenschiefstand kann nach diesem System eine Verschiebung der Atlas erzwingen und umgekehrt.

Ebenso sollte vor der Atlaskorrektur ein Einrichten der Brust- und Lendenwirbelsäule stattfinden, da Probleme der Wirbelsäule sich bis in den Hals fortsetzen. Eine gut aufgerichtete Brustwirbelsäule ist eine gute Basis für eine richtig funktionierende Halswirbelsäule.

Eine chiropraktische Studie ergab eine Quote von 80% atlasluxierter (luxiert = verrenkt) Kinder bis zu einem Alter von 6 Jahren. Wenn man bedenkt, dass aufgrund vieler kleiner Unfälle bei fast jedermann im Laufe des Lebens mehr oder weniger starke Kräfte auf die HWS einwirken, scheint es fast realistisch, dass schätzungsweise 90% –  95% der Bundesbürger im Bereich der Kopfgelenke und Atlas / Axis in irgendeiner Form luxiert sind!

Atlas - FehlstandDie Aufnahme zeigt einen Fehlstand des Atlas. Der Abstand auf der rechten Seite um zweiten Halswirbel ist deutlich größer. Der Dens des Axis, um den sich der erste Halswirbel dreht, ragt in den Atlas hinein. Die Aufnahme wurde von vorne durch den Mund gemacht, um die Strukturen gut darstellen zu können, ist aber nicht von der Dame im links beschriebenen Fall. Ich bedanke mich bei Frau B.B., die der Veröffentlichung ihrer Aufnahme spontan zugestimmt hat, und weise darauf hin, dass dieses Bild dem Copyright© der Patientin unterliegt.

Atlas – Fehlstand
Die Aufnahme zeigt einen Fehlstand des Atlas. Der Abstand auf der rechten Seite um zweiten Halswirbel ist deutlich größer. Der Dens des Axis, um den sich der erste Halswirbel dreht, ragt in den Atlas hinein.
Die Aufnahme wurde von vorne durch den Mund gemacht, um die Strukturen gut darstellen zu können, ist aber nicht von der Dame im links beschriebenen Fall.
Ich bedanke mich bei Frau B.B., die der Veröffentlichung ihrer Aufnahme spontan zugestimmt hat, und weise darauf hin, dass dieses Bild dem Copyright© der Patientin unterliegt.

Trotz erfolgreicher Korrekturen und regelmäßiger Nachbehandlung zeigt sich bei manchen Personen das Phänomen, dass die Korrekturen im Beckenbereich und hoch bis zur Halswirbelsäule recht gut (wenn auch nicht vollständig) halten, die HWS selbst jedoch immer wieder starke Wirbelblockaden aufweist. Der Grund hierfür könnte dann in einem fehlstehenden Biss zu finden sein. Mehr hierzu auf der Unterseite KIEFERGELENKSBESCHWERDEN.

Auf der Seite MYKOPFGELENKBLOCKADE können sie anhand eines Patientenberichts nachlesen, welche Nachforschungen und Anstrengungen Herr Struck als Betroffener unternommen hat, um seine Beschwerden los zu werden.

Der Schmerz ist als Antrieb zum Handeln ebenso wirksam und wertvoll wie die Freude, denn wir betätigen unsere Kräfte ebenso gern zur Vermeidung des ersteren wie zur Erreichung der letzteren.
(John Locke)

Wichtig:


Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter ANFRAGEN ZU THERAPEUTEN nach.


Ich bedanke mich für Ihr Verständnis!

HIER können Sie den Erstanamnesebogen downloaden oder ausdrucken.

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